Zusammenfassung von Wirtschaftsimperium Kirche

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Wirtschaftsimperium Kirche Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Die Kirche in Deutschland, egal ob katholisch oder evangelisch, steht vor ähnlichen Problemen wie der Sozialstaat: Sie steckt in Finanznöten und kann darum barmherzige Wohltaten nicht mehr im gleichen Umfang finanzieren wie bisher. Die Berichte über sinkende Kirchensteuereinnahmen blenden aber meistens aus, dass die Kirche wesentlich mehr Einnahmequellen besitzt. Sie ist in einem weiten Spektrum wirtschaftlich tätig: sei es in der Alten- und Krankenpflege, im Finanzbereich mit Banken und Versicherungen oder im Verlagsgeschäft. Dass sie sich derzeit in Finanznöten befindet, liegt auch an eigenem Missmanagement, meint Friedhelm Schwarz. Der Autor mahnt mehr Effizienz auch in der Non-Profit-Organisation Kirche an, damit sie auch weiterhin soziale Leistungen anbieten kann. Angesichts der vielen Facetten kirchlicher Ökonomie wird ihr Zusammenhang im Buch nicht immer ganz deutlich. Die Intransparenz der Strukturen entschuldigt vielleicht die stellenweise Zaghaftigkeit von Schwarz’ Analyse. Schon allein die Vermischung staatlicher und kirchlicher Strukturen wirft Fragen auf, die er gar nicht erst diskutiert. getAbstract.com empfiehlt dieses Buch allen, die sich über die Arbeit der Kirche abseits von Papstwahl und Glaubenskrise informieren wollen.

Über den Autor

Friedhelm Schwarz hat bereits mehrere Bücher im Themenfeld Politik und Wirtschaft veröffentlicht, darunter Die Deutsche Bank, Das Multigenerationen-Unternehmen und Und jetzt ... die Wirtschaftsaussichten.

 

Zusammenfassung

Ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor

Kirche und Wirtschaft? Bei diesem Thema denken die meisten allenfalls an Dinge wie die protestantische Arbeitsmoral oder die Kirchensteuer. Die Kirche wird in Deutschland fast nie als Wirtschaftsunternehmen wahrgenommen - zu Unrecht. Katholische und evangelische Kirche bilden ein wahrhaftiges Wirtschaftsimperium. Ihr Vermögen beträgt rund 500 Milliarden Euro, sie zählen 1,3 Millionen Mitarbeiter und erzielen jährlich einen Umsatz von 125 Milliarden Euro. Gemessen an der Mitarbeiterzahl ist die Kirche damit das größte Unternehmen Deutschlands. Ihr Umsatz ist höher als der von Deutscher Telekom, Bahn und Post zusammen. Die Kirche und die von ihr erbrachten Dienstleistungen sind also ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland.

Verschachtelte und intransparente Strukturen

Einer der Gründe, weshalb die Kirche nicht als Wirtschaftsmacht wahrgenommen wird, ist ihre zersplitterte Struktur. Die katholische Kirche besteht aus 13 100 Pfarreien in sieben Erzbistümern und 20 Bistümern, allesamt eigenständige Körperschaften öffentlichen Rechts. Die evangelische Kirche besteht aus 16 400 Gemeinden in 24 wiederum selbstständigen Gliedkirchen...


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