Zusammenfassung von Schnelles Denken, langsames Denken

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Schnelles Denken, langsames Denken Buchzusammenfassung
Das Gehirn spielt uns laufend Streiche. Zeit, sich zu wehren.

Bewertung

9 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

9 Innovationsgrad

10 Stil

Rezension

Menschen sind laut Daniel Kahneman gute intuitive Grammatiker, aber sehr schlechte intuitive Statistiker. Jedes Kleinkind lernt sprechen, ohne dass ihm die Regeln bekannt sind. Wann immer wir jedoch Entscheidungen treffen müssen, und zwar egal ob sie eher unwichtig oder für den Rest unseres Lebens von Bedeutung sind, lassen wir uns von kognitiven Verzerrungen, Heuristiken, Assoziationen und Vorannahmen in die Irre führen. Kahneman hat genauestens untersucht, wie uns das Gehirn immer wieder ein Bein stellt. Für seine Entscheidungsökonomie erhielt er – als einziger Psychologe bisher – den Wirtschaftsnobelpreis. Im vorliegenden Buch versammelt er die wichtigsten Erkenntnisse aus mehreren Jahrzehnten Forschung. Der Umfang des Werks lässt manchen Leser vielleicht zurückschrecken, aber schon nach einigen Seiten erkennt man erleichtert: Kahneman kann schreiben, er hat einen leichtfüßigen Stil und bindet den Leser immer wieder direkt in seine zahlreichen Gedankenexperimente ein. Ein ganz heißer Lesetipp, meint getAbstract und empfiehlt das Meisterwerk uneingeschränkt allen psychologisch Interessierten.

Das lernen Sie

  • nach welchen zwei Denksystemen unser Gehirn funktioniert
  • wie kognitive Verzerrungen unsere Entscheidungen beeinflussen
 

Zusammenfassung

Zwei Denkmodi
Stellen Sie sich vor, Sie blicken in das Gesicht einer Frau: Ihre Brauen sind zusammengezogen, die Augen zu Schlitzen verengt, die Nasenflügel geweitet, der Mund ist aufgerissen. Wahrscheinlich werden Sie jetzt blitzartig denken: Diese Frau wird gleich einen unglaublichen...
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Über den Autor

Daniel Kahneman lehrt in Princeton und gehört zu den weltweit einflussreichsten Kognitionspsychologen. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Ehrenpreise namhafter Universitäten und wurde 2002 als erster Nichtökonom mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.


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    Knut Kaiser vor 2 Wochen
    Da ich es gelesen habe (und immer wieder darin lese), öffnet es immer wieder die Augen, wie unlogisch wir handeln - einfach aus der Tatsache heraus, dass unser schnelles Denken für eine Umwelt mit Säbelzahntigern gemacht wurde, und nicht für langsam rostende Nuklearkraftwerke und schleichendem Treibhauseffekt.

    Auch wenn es anstrengend ist, es fesselt immer wieder...

    Kahnemanns Buch sollte Pflichtlktüre für alle Besserwisser werden ;-)
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    Calvin Hollywood vor 3 Monaten
    Sehr tiefgründig. Sehr anstrengend aber mega lohnenswert
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    Christoph Kohl vor 3 Monaten
    Ich mag Herr Kahnemann nicht wirklich darin widersprechen, wie unser Gehirn uns steuert. Allerdings finde ich es allein akademisch interessant, als Lebenshilfe verweist es in die falsche Richtung. Es bleibt zu wenig berücksichtigt, dass allein das System 1 – und damit meine ich das, was wir mal Intuition, mal Herz, mal Bauch, mal Gefühl nennen – uns a) überhaupt überleben lässt (ohne das System 1 kämen wir nicht lebendig über eine Straße), und b) all die Dinge der Menschheit hervorbringt, die wirklich großartig sind. Der Geist (System 2) erschafft nie Einzigartiges; nur die Seele kann das. Und: Das Risiko einer Entscheidung wird durch Zögern und Nachdenken ebensowenig kleiner wie Vorhersagen besser (siehe Selbstüberschätzung). Über das System 2 bessere Erkenntnisse, sprich: SICHERHEIT zu gewinnen, ist eine Illusion. Und darum geht es doch bei Entscheidungen, oder? Der Geist kann jede beliebige gedankliche Position einnehmen. Ob wir uns allerdings bei einer Entscheidung (oder generell einer Sache) sicher FÜHLEN, können wir uns nicht aussuchen. Sicherheit ist niemals eine kognitive Leistung. Ob ich mich sicher fühle, ob sich etwas richtig für mich anfühlt, kann das System 2 ebenso wenig beeinflussen wie, ob ich hungrig, müde oder verliebt bin. In diesem Sinne produziert das System 2 sicher MEHR Fehlentscheidungen als das System 1 ;)
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    Christoph Kohl vor 3 Monaten
    Verlust-Aversion ist einer der besterforschten Phänomene in der Psychologie. Davon sind ALLE Menschen und ALLE Lebensbereiche betroffen. Im materielle Sinne ist das Phänomen – bei aller Signifikanz – eher trivial. Viel spannender ist z. B., warum so viele Menschen in kaputten Beziehungen verbleiben. Jedes Entscheidungthema, jede Should-I-stay-or-should-I-go-Frage wird von der Tendenz geprägt, auf Bestehendem zu beharren.
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    Jörn Blumberg vor 6 Monaten
    Die Höherbewertung des Verlustes wird aber hauptsächlich im Bereich Geld deutlich, da der materielle Nutzen in unserem Denken eine prägende Rolle einnimmt. Viele würden z.B. gerne Teilzeit arbeiten, aber erst wenn sie im Lotto gewonnenhaben. Obwohl es eventuell gesünder wäre, wiegt der Verlust an Geld deutlich schwerer. Daher versteht auch kaum einer, das Frauen auch gerne zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern, denn sie verzichten ja auf Geld. Ich glaube, im Grunde sind viele Männer neidisch darauf, aber der Verlust wiegt schwerer.
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    Marco Simoniti vor 4 Jahren
    in der welt der rasente schnelligkeit sollte man lernen, langsam zu gehen, sodass schneller am ziel kommen kann

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    Besser denken
    Wie das Hirn funktioniert – und wie Sie es trainieren können.

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