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Radical Remote

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Radical Remote

Fallstudie: Wie gelingt der konsequente Verzicht auf BĂĽros?

Brand eins,

5 minutes de lecture
3 points Ă  retenir
Audio et texte

Aperçu

Eine Firma mit 75 festen Mitarbeitern ganz ohne Büro? Klingt utopisch – aber funktioniert.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Innovativ
  • Praktische Beispiele
  • Inspirierend

Rezension

Eine Firma mit 75 Mitarbeitern zum Erfolg bringen, ohne dass diese je in einem BĂĽro zusammenkommen – ja, das funktioniert, aber natĂĽrlich nicht von allein. Das Porträt des App-Anbieters komoot, der seit 2017 nur noch digital arbeitet, zeigt, welche enormen Vorteile Remote Work haben kann, kehrt aber auch die Probleme nicht unter den Teppich.

Zusammenfassung

Radical Remote, die vollständige Verlagerung der Arbeit ins Netz, ist möglich, erfordert jedoch besonders klare Grundregeln, Disziplin und maximale Transparenz.

Die 2010 gegrĂĽndete Firma komoot, Anbieter einer Routenplaner-App mit rund 75 Mitarbeitern und 17 Millionen Nutzern, praktiziert „radical remote“: Seit 2017 dĂĽrfen Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz völlig frei wählen. Am Firmensitz in Potsdam werden nur noch Ăśberreste eines BĂĽros betrieben, um Post zu empfangen und all das zu digitalisieren, was das Unternehmen von auĂźen analog erreicht. Sämtliche Prozesse im Unternehmen sind internetbasiert.

Die Zusammenarbeit verläuft deswegen aber durchaus nicht ungeregelt – eher im Gegenteil: Gerade weil die Mitarbeiter über den Globus verstreut leben, sind verbindliche Grundsätze besonders wichtig. Bei komoot heißt das unter anderem:

  • Die Kernarbeitszeit von 10 bis 15 Uhr Berliner Zeit ist unabhängig vom Aufenthaltsort verpflichtend.
  • Arbeitssprache ist ausschlieĂźlich Englisch.
  • Schnelle Kommunikation ist unerlässlich, gerade weil sie meist asynchron und schriftlich...

Ăśber den Autor

Harald Willenbrock ist Wirtschaftsjournalist und Texter.


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