Zusammenfassung von Business-Romantiker

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Business-Romantiker Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Die deutsche Romantik am Anfang des 19. Jahrhunderts war ein Gegenentwurf zur Aufklärung. Hatte Kant mit seinen Kritiken den Grundstein für ein rationales, universelles Menschenbild gelegt, begriffen die Romantiker den Menschen vor allem als fühlendes Individuum. Hierin liegt eine Analogie zur Gegenwart: Heutige Managementlehren basieren auf rein rationalen Prämissen. Die Wirtschaft setzt auf Vernunft und Berechenbarkeit. Doch die sozialen und ökologischen Widersprüche wachsen und immer dringender stellt sich die Frage nach dem Sinn allen Wirtschaftens. Inzwischen orientiert sich eine ganze Generation in ihrem Berufsleben am Kriterium der Sinnhaftigkeit. Tim Leberecht knüpft also mit seinem furiosen Manifest an die abendländische Geistesgeschichte an. Das Buch ist geistreich und inspirierend. Leberecht setzt seine eigene Analyse um und schreibt mit viel Leidenschaft. Darunter leidet zwar die Stringenz der Argumentation ein wenig, aber das nimmt der Romantiker gern in Kauf. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die wissen wollen, wofür sie arbeiten.

Über den Autor

Tim Leberecht ist ein weltweit tätiger Marketing- und Managementberater. Er war Marketingchef bei Frog Design und ist dies nun bei der Design- und Architekturfirma NBBJ.

 

Zusammenfassung

Die Ungleichheit wächst, die Kritik daran auch

Die gegenwärtige Wirtschaftsordnung erzeugt ein steigendes Unbehagen. Gespeist wird es aus der krassen, seit der Finanzkrise noch verschärften Auseinanderentwicklung von Arm und Reich. Thomas Piketty diagnostiziert in Das Kapital im 21. Jahrhundert eine Rückentwicklung zu einem „auf Vererbung beruhenden Kapitalismus“: Leistung garantiert nicht mehr den sozialen Aufstieg.

Die digitale Revolution verschärft diese Entwicklung. Denn eine gewaltige Wertschöpfung konzentriert sich auf immer weniger Menschen. „Kodak hat 140 000 Menschen beschäftigt, Instagram 13“, schreibt Jaron Lanier in Wem gehört die Zukunft?. Die Digitalisierung dezimiert die Mittelschicht und erhöht die soziale Ungleichheit. Das ist inzwischen nicht mehr nur in den USA ein breit diskutiertes Thema. In Westeuropa sind vor allem die Mittelmeerstaaten und dort besonders die junge Generation betroffen. Ob das Silicon Valley mit seinem ungebrochenen Optimismus die sozialen Leerstellen und Verwerfungen kompensieren kann, sei dahingestellt. Evgeny Morozov kommentiert den dort verwurzelten technologischen Erlösungsglauben spöttisch als „Solutionismus...


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