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Bewertung

6 Gesamtbewertung

6 Umsetzbarkeit

6 Innovationsgrad

7 Stil


Rezension

Dieses Buch könnte Managern manches Aha-Erlebnis bescheren. Gegen Komplexität hilft nicht Vereinfachung, sondern Vielfalt. Gegen Ungewissheit und Mehrdeutigkeit helfen nicht Analyse und Planung, sondern Freiräume, Autonomie und Improvisation. Künstler kommen intuitiv damit klar, Unternehmen nicht. Ihnen stehen Profitstreben, Wettbewerbsdenken und unzeitgemäße Managementlehren im Weg. Da muss sich vieles ändern. Behutsam entwickeln die Autoren derlei Erkenntnisse. Ein dicht gepackter, mitunter etwas zu detailverliebter Text und eine einzige, mehrfach dem Inhalt angepasste Grafik sind nicht unbedingt das, was der Leser hinter dem Buchtitel erwartet. Aber Dobiéy und Köplin setzen ausdrücklich darauf, dass ein Text mehr sagt als Tausend Bilder – und liegen richtig. Sie zitieren unentwegt Künstler, Experten und „alternative“ Unternehmer und illustrieren mit Worten, was Manager von Kreativen lernen können, um sich selbst und ihre Unternehmen fit für eine dynamische Welt zu machen. Eine erhellende Lektüre, finden wir von getAbstract und legen dieses Werk allen ans Herz, die auf der Suche nach einem besseren Weg des Führens und Wirtschaftens sind.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • was Künstler anders machen als Unternehmen und
  • warum Unternehmen künstlerisches Handeln der Mitarbeiter fördern sollten.
 

Über die Autoren

Dirk Dobiéy war in Führungspositionen bei SAP, Hewlett-Packard und T-Systems tätig. Thomas Köplin arbeitet in der Digitaleinheit der Deutschen Telekom. Beide haben das Beratungs-, Ausbildungs- und Forschungsnetzwerk Age of Artists mitgegründet.

 

Zusammenfassung

Künstlerische Intelligenz

Kann man in der Wirtschaft von Künstlern lernen? Unsere Gesellschaft ist einseitig auf Effizienz, Wachstum und analytisch-rationales Vorgehen ausgerichtet. Doch das Wachstum zerstört unsere Lebensgrundlagen und das Effizienzstreben unsere Kreativität. Mit den Herausforderungen der Gegenwart – Komplexität, Dynamik, Ungewissheit und Volatilität – tut die Wirtschaft sich schwer. Für Künstler hingegen sind dies durchaus positive Zustände, denen sie mit Neugier, Leidenschaft, Zuversicht und Resilienz begegnen. Eine solche Haltung ist in jedem Menschen angelegt und lässt sich entwickeln. Organisationen, die ihre Mitglieder darin unterstützen wollen, sollten Gestaltungsspielräume schaffen, Eigenverantwortung stärken. Dadurch werden sie kreativer und innovativer. Reines Profitstreben aber führt in die Bedeutungslosigkeit. Die Defizite entstehen bereits in der Schule, wo die Betonung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in eine Sackgasse führt. Um Menschen neugierig und innovativ zu machen, müssen auch Kreativfächer unterrichtet und künstlerische Fähigkeiten vermittelt werden. Laut Stardirigent Kent Nagano ermöglicht die Beschäftigung mit Musik, Literatur, Philosophie oder Malerei überhaupt erst einen Erkenntnisgewinn. Andererseits sollte man sich vor einem allzu romantischen Blick auf das Künstlerische hüten. Kunst mag bedeutungsvoll sein, aber sie rettet nicht die Welt. Beide Extreme – sowohl die Idealisierung als auch die Verachtung künstlerischer Arbeit – sind zu meiden.


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