Zusammenfassung von Das gierige Gehirn

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Das gierige Gehirn Buchzusammenfassung
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Bewertung

7 Gesamtbewertung

7 Umsetzbarkeit

9 Innovationsgrad

6 Stil


Rezension

Wissenschaftliche Psychologie trifft buddhistische Achtsamkeitslehre: Judson Brewer verarbeitete seine Erkenntnisse aus beiden Disziplinen. In der Ich-Form und teils sehr persönlich geschrieben, vermittelt er auch komplexe Versuchsreihen so, dass sie beim Laien ein Aha-Erlebnis hervorrufen. Dabei hilft er sich gern mit Metaphern aus der Populärkultur. Captain Kirk steht für das emotionale Bauchhirn und Mr. Spock für den kühlen Intellekt. Brewer entlarvt Alltagssüchte (viel mehr, als wir uns eingestehen würden!) und zeigt, wie wir uns darauf konditioniert haben. Viele Entwöhnungsprogramme unterbrechen die unselige Kette Auslösereiz – Verhalten – Belohnung – Wiederholung nicht. Mit Achtsamkeit soll das besser gelingen – und sie lässt sich lernen, ohne gleich ins buddhistische Kloster gehen zu müssen. Genau dazu hätte man sich allerdings statt wiederholter Hinweise auf Achtsamkeitstrainings mehr konkrete Handlungsanweisungen gewünscht, wie der „achtsame Weg“ zu beschreiten ist. getAbstract empfiehlt das Buch trotzdem allen, die dem hektischen Alltag mit seinen hohlen Verlockungen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen wollen.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • welchen Alltagssüchten Sie auf den Leim gegangen sind,
  • wie Sie sich darauf konditioniert haben und
  • wie Sie sie loswerden.
 

Über den Autor

Der Neurowissenschaftler und Psychologe Judson Brewer forscht an der University of Massachusetts Medical School, an der Yale University und am MIT, wie Abhängigkeiten entstehen und wie man sich davon befreit. 

 

Zusammenfassung

So entsteht Sucht

1300 Gramm schwer, 86 Milliarden Nervenzellen, jede davon mit 10 000 Synapsen bestückt – das ist Ihr Gehirn. Das Nervensystem des Kalifornischen Seehasen (eine Meeresschnecke) hingegen ist mit 20 000 Nervenzellen eines der einfachsten bekannten. Es kennt nur zweierlei: hin zu Essbarem, weg von Giftigem. Doch wir ach so hoch entwickelten Menschen ticken auch nicht anders: Wir sehen etwas Verlockendes (Auslösereiz), probieren es (Verhalten), es schmeckt uns, wir fühlen uns gut (Belohnung; mit Bestrafung funktioniert es genauso). Unser Körper meldet dem Gehirn: „Merk dir das!“ Begegnet Ihnen die Verlockung wieder, erinnern Sie sich und wiederholen Ihr Verhalten, nicht anders als der Kalifornische Seehase. Bald haben Sie sich eine neue Gewohnheit antrainiert. Sie haben gelernt, die Welt durch eine bestimme Brille zu sehen. Irgendwann vergessen Sie, dass Sie diese Brille tragen. Das Gelernte wird für Sie zur Wahrheit. Sie können es „reflexartig“, ganz ohne nachzudenken, reproduzieren. Doch die Sache hat einen Haken. Das Wohlbefinden hält nicht lange an, und Sie wollen es wieder erleben. Sogar dann, wenn Sie wissen, dass Ihnen der Auslöser – Alkohol, Nikotin, Rauschgift, Spiele, ganz egal was – schadet. Genau das ist die Definition von Sucht.


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