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Das Regenmacher-Phänomen

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Das Regenmacher-Phänomen

Widersprüche im Konzept der lernenden Organisation

Campus,

15 Minuten Lesezeit
10 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Das Leitbild der lernenden Organisation schafft keine solche – aber Lerneffekte gibt es trotzdem zuhauf.


Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Üblicherweise werden Managementkonzepte entweder propagiert oder kritisiert. In diesem Buch geht Stefan Kühl einen anderen Weg und verbindet beides, womit ihm quasi die Quadratur des Kreises gelingt – und dies mit einem Konzept, der lernenden Organisation nämlich, das inzwischen über 20 Jahre alt ist. Er zeigt, warum es die lernende Organisation nicht geben kann – und warum sie dennoch unentbehrlich ist. Die gängigen Argumente der Managementliteratur gibt er wieder, er durchleuchtet und kritisiert sie und reflektiert dann seine Kritik, um sie auf eine höhere Ebene zu heben. Von dieser Metaebene aus erkennt er einige verborgene Aspekte, die interessante Anregungen für Theorie und Praxis geben und den Kritikern der vielen oft gar nicht so neuen Konzepte ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Tatsächlich erscheinen die Konzepte in einem anderen Licht – wie ein erlösender Regen für verdorrende Organisationen. Trotz seines wissenschaftlichen Anspruchs schreibt Kühl kurzweilig und verständlich. getAbstract empfiehlt dieses lesenswerte Buch allen Managern, Unternehmensberatern, Wirtschaftsjournalisten und Organisationspsychologen.

Zusammenfassung

Es funktioniert nicht, wie es soll, aber es hilft

Regenmacher sind in traditionellen Kulturen Afrikas weit verbreitet. Es gelingt ihnen in aller Regel nicht, Regen zu machen. Dass es sie trotzdem gibt, lässt vermuten, dass sie noch andere, weniger offensichtliche Funktionen haben, derentwegen die Gemeinschaft nicht auf sie verzichten will. Tatsächlich sorgen sie für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Ähnlich verhält es sich mit Managementkonzepten wie der lernenden Organisation, dem Organisationswandel, dem Change-Management und der Verknüpfung solcher Leitbilder mit Methoden wie Benchmarking, Qualitätszirkeln, Gruppenarbeit, Balanced Scorecard usw. Sie erreichen zwar nicht die gewünschten Ziele, haben in Zeiten radikaler Umbrüche aber eine integrative Wirkung auf die Mitglieder von Unternehmen und anderen Organisationen.

Eine neue Sichtweise entwickeln

Die lernende Organisation ist ebenso eine Chimäre wie das wissensbasierte Unternehmen. Viel wird darüber geredet und geschrieben, meist in Verbindung mit positiv besetzten Begriffen wie Partizipation, Selbstorganisation und allerlei humanistischen Ideen. Doch funktionierende lernende Organisationen bleiben...

Über den Autor

Stefan Kühl lehrt als Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Organisationsforschung an der Universität Bielefeld. Außerdem arbeitet er als Organisationsberater für Ministerien, Unternehmen und Verwaltungen. Er hat bereits mehrere Bücher über Entwicklungen im Management veröffentlicht, unter anderem Sisyphos im Management.


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    H. F. vor 7 Jahren
    Ein bisschen "angestaubt" - "Klassisches" BPR macht heute ohnehin keiner mehr und die "Lernende Organisation" hat sich durch modernes Coaching/Blended Learning auch schon sehr in Richtung "Learning by Experience" entwickelt. Lesenswert: "Alpha Leadership" Dearing, Dilts, Russell zwar auch von 2002, aber sehr praxistauglich.
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    R. J. vor 7 Jahren
    Interessanter Blickwinkel auf Veränderungsprojekte in Unternehmen.
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    A. H. vor 7 Jahren
    Eine schöne Beschreibung darüber, was Management Ansätze im Grund bewirken und letztendlich auch wirklich in einer Organisation bewegen.