Zusammenfassung von Deins ist meins

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Deins ist meins Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Meinungsstark
  • Augenöffner
  • Hintergrund

Rezension

Die ganze Welt wird vom Egoismus beherrscht. Die ganze Welt? Nein, ein von unbeugsamen Techies bevölkertes Tal in Kalifornien hört nicht auf, dem Eigennutz Widerstand zu leisten. Wie durch ein Wunder haben sie uns dazu gebracht, einander zu vertrauen und alles miteinander zu teilen. Schön wär’s, resümiert Tom Slee, doch das Gegenteil ist seiner Ansicht nach der Fall: Tatsächlich stinkt die Sharing Economy zum Himmel. Das Gerede vom kollektiven Konsum und glücklichen Kleinunternehmern ist seiner Meinung nach nur ein Feigenblatt für die marktliberale, antidemokratische Agenda der selbst ernannten Maschinenstürmer. Der Autor seziert die Geschäftsmodelle der Sharing Economy und erzählt die Geschichte der gescheiterten Vision einer offenen, bürgernahen Internetkultur. Sein Fazit: Stadtverwaltungen, Steuerbehörden und wir alle müssen Widerstand leisten, um zu verhindern, dass unser gesamtes Privatleben von den Eindringlingen besetzt wird. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die hinter die Fassade der Sharing Economy blicken und ihre Zukunft selbst gestalten möchten.

Über den Autor

Tom Slee schreibt über neue Technologien, Politik und Wirtschaft. Zuvor hat der promovierte Chemiker jahrelang in der Softwarebranche gearbeitet.

 

Zusammenfassung

Vermarktete Menschlichkeit

Der Hype um die Sharing Economy begann vor einigen Jahren als Vision eines Kapitalismus mit menschlichem Antlitz: Urlaub unter Freunden, selbstbestimmtes Arbeiten, Erlebnis statt Besitz. Doch der Traum vom kollektiven, nachhaltigen Konsum ist tiefer Ernüchterung gewichen. Tatsächlich raubt uns die „Wirtschaft des Teilens“ die Privatsphäre, macht Städte weniger lebenswert, schafft obszönen Reichtum für wenige und prekäre Jobs für viele. Über die Homepage einer Organisation namens Peers, einer Art Sammelbecken der Sharing Economy, findet man große und kleine Unternehmen, die Mitfahrgelegenheiten, Fahrradverleih, Haustierbetreuung, Mahlzeiten, Reinigungsdienste, Handwerksarbeiten, Einkäufe, Finanzdienstleistungen, Bürovermietung und vieles mehr anbieten. Es handelt sich meist um gewinnorientierte Unternehmen, die überwiegend von Internetmilliardären wie Amazon-Chef Jeff Bezos oder PayPal-Gründer Peter Thiel sowie von amerikanischen Großbanken finanziert werden. Deren wichtigstes Ziel ist nicht die Stärkung des Gemeinsinns, sondern die Deregulierung sämtlicher Märkte und Lebensbereiche.

Airbnb: eine luftige Idee

2007 beschlossen ...


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