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Der Naturmarkt

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Der Naturmarkt

Weil die Natur im Wirtschaftsgeschehen keinen Preis hat, misst man ihr häufig auch keinen Wert bei. Das sollte sich schleunigst ändern.

Brand eins,

5 Minuten Lesezeit
3 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Über die Blindheit der Wirtschaft für den Wert der Natur.


Bewertung der Redaktion

8

Qualitäten

  • Augenöffner
  • Hintergrund

Rezension

Welchen Wert hat die Natur eigentlich für uns? Allzu oft leider gar keinen. Der Naturwert ebenso wie ökologische Schäden durch Unternehmen werden in betriebs- und volkswirtschaftlichen Rechnungen ignoriert. Johannes Böhme plädiert dafür, alternative Ansätze zu entwickeln, die den Wert der Natur miteinbeziehen. Er kritisiert die einseitige Fokussierung auf Angebot und Nachfrage und diskutiert, warum herkömmliche Messungen blind für ökologische Aspekte sind. Mit dem Patagonia-Modell präsentiert er ein positives Beispiel, das zeigt, wie der Naturwert anerkannt und langfristiger Wohlstand gesichert werden kann.

Zusammenfassung

Der Wert der Natur sowie ökologische Schäden werden in wirtschaftlichen Berechnungen nicht angemessen berücksichtigt.

Die Natur wird im wirtschaftlichen Kontext nicht angemessen wertgeschätzt. Das zeigt unter anderem das Beispiel der Exxon-Valdez-Ölkatastrophe in Alaska im Jahr 1989. Damals gelangten mehr als 40 000 Tonnen Rohöl ins Meer und verursachten verheerende Umweltschäden: Fischbestände wurden zerstört, Fischereibetriebe gingen pleite und Tausende von Seevögeln und Meerestieren starben. Als es darum ging, Entschädigung von Exxon zu verlangen, kam die Frage auf: Wie lässt sich der Wert der zerstörten Natur und des verlorenen Ökosystems berechnen?

Bisher sind bei solchen Katastrophen vor allem die wirtschaftlichen Verluste für die betroffenen Menschen ermittelt worden. Im Fall eines Tankerunglücks 1978 in der Bretagne wurde der Wert der toten Biomasse berechnet, basierend auf den Preisen von Schnecken, Muscheln und Fisch in der Region. Man kam auf einen Wert von 550 Millionen Euro für die zugrunde gegangenen Lebewesen. Das Gericht akzeptierte diese Berechnung jedoch...

Über den Autor

Johannes Böhme ist Redakteur im Ressort X von Zeit Online.


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