Zusammenfassung von Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen

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Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Eloquent

Rezension

Dienen die immer öfter zu hörenden Forderungen nach einer Abschaffung des Bargelds tatsächlich dem Kampf gegen Drogenmafia und Terrornetzwerke? Norbert Häring glaubt das nicht. Mit deutlichen Worten zeigt er auf, wohin dieser Weg letztlich führen würde – Big Brother lässt grüßen. Dabei trägt Häring dick auf: Er spricht von „Anti-Bargeld-Kriegern“ und „koordinierten Kampagnen“, malt ordentlich schwarz-weiß, mit „den Banken und Notenbanken“ und „den Reichen und Mächtigen“ auf der einen und Otto Normalverbraucher auf der anderen Seite, er polemisiert und provoziert – kein Wunder also, dass er von so manchem als Verschwörungstheoretiker hingestellt wird. Aber: Häring weiß, wovon er spricht, er ist ein ausgewiesener Kenner der Finanzbranche. Er ist auch nicht grundsätzlich gegen elektronisches Geld. Ebenso wenig ist er ein Linker, sondern ein überzeugter Marktwirtschaftler, der nur die Macht der Banken für zu groß hält. Was ebenfalls für ihn einnimmt: Er schreibt pointiert und verständlich. Auch wer nicht an seine These glaubt, dass das Bargeld ganz abgeschafft werden soll, und daran, dass alles ein abgekartetes Spiel ist – Häring öffnet uns die Augen für die Gefahren einer Welt ohne Bargeld. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die als Konsument und Bürger auf Freiheit und Privatsphäre Wert legen.

Über den Autor

Norbert Häring ist promovierter Volkswirt und arbeitet nach einem Intermezzo bei einer Großbank seit vielen Jahren als Wirtschaftsjournalist, aktuell beim Handelsblatt. Er ist auch Autor der Bücher Markt und Macht und Ökonomie 2.0.

 

Zusammenfassung

Die Anti-Bargeld-Kampagne

Im Juni 2015 fand in London unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Konferenz der Schweizerischen Nationalbank und dem Hedgefonds Brevan Howard statt. Das Thema: die Abschaffung des Bargelds. Zu den Hauptrednern gehörten der Ökonom Ken Rogoff und der Chefvolkswirt der US-Bank Citigroup, Willem Buiter, beide bekannte Befürworter der Bargeldabschaffung. Spätestens seitdem ist klar: Es gibt eine weltweit abgestimmte Kampagne gegen das Bargeld.

Deren erste Erfolge sind bereits sichtbar: Die Europäische Zentralbank (EZB) überlegt, den 500-Euro-Schein abzuschaffen. Seit September 2015 dürfen Franzosen beim Kauf von Konsumgütern nur noch maximal 1000 Euro in bar bezahlen, in Spanien sind nur noch Barzahlungen bis 2500 Euro erlaubt, in Portugal 1000 Euro und in Griechenland 500 Euro. In Schweden verweigern viele Banken gar komplett das Einzahlen oder Abheben von Bargeld. Das Motiv dahinter: Schritt für Schritt soll uns die Alternative zum Bankengeld genommen werden, Barzahlungen sollen grundsätzlich verdächtig erscheinen. Das Geld soll das Bankensystem möglichst überhaupt nicht mehr verlassen.

Von vorgegebenen und echten Zielen

Das...


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