Zusammenfassung von Die Kunst des Miteinander-Redens

Suchen Sie das Buch?
Wir haben die Zusammenfassung! Erfassen Sie die Kernaussagen in nur 10 Minuten.

Die Kunst des Miteinander-Redens Buchzusammenfassung
Lernen Sie los:
oder Abos vergleichen

Bewertung

8

Qualitäten

  • Meinungsstark
  • Brisant
  • Inspirierend

Rezension

Ein kommunikativer Klimawandel verändert die westlichen Demokratien. Für die Bürger wird es immer schwieriger, miteinander zu reden. Medienwissenschaftler Pörksen und Kommunikationsforscher Schulz von Thun suchen nach den Ursachen für die „große Gereiztheit“ sowie nach Wegen zurück in den Dialog. Das tun sie ihrerseits in Dialogform, was durch die unterschiedlichen Perspektiven durchaus erkenntnisreich ist. Etwas störend wirkt der teils unnötige Jargon der beiden Wissenschaftler. Dennoch ein wichtiges, spannendes und kompetentes Buch zum Thema gesellschaftlicher Dialog im Digitalzeitalter.

Über die Autoren

Bernhard Pörksen ist Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und bekannt durch seine Arbeiten zur Skandalforschung. Friedemann Schulz von Thun war bis 2009 Professor für Psychologie an der Universität Hamburg. Seine Buchreihe Miteinander reden gilt als Standardwerk zur zwischenmenschlichen Kommunikation.

 

Zusammenfassung

Die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung bringt einen Niedergang von Dialogbereitschaft und -fähigkeit mit sich.

Wir erleben einen kommunikativen Klimawandel. Er zeigt sich in gesellschaftlicher Polarisierung und einer Verwilderung des Diskurses. Wir verlernen, miteinander zu reden. Das kann nicht auf eine einzelne Ursache zurückgeführt werden, denn ein pöbelnder Populist allein verändert das Kommunikationsklima nicht. Vielmehr spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Einer davon ist der Niedergang der traditionellen Nachrichtenmedien: In den USA haben zwischen 1970 und 2016 500 Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Qualitätsjournalismus lässt sich kaum mehr finanzieren, seit Anzeigengelder immer mehr ins Internet fließen. Und noch sind zu wenige Leser bereit, für Onlinezeitungen zu bezahlen. So sind immer weniger verlässliche Informationen im Umlauf.

Parallel nimmt in der westlichen Welt das Misstrauen gegenüber den etablierten Medien zu. Die Hälfte der Deutschen sieht sich Fake News ausgesetzt. In Frankreich und England sind das sogar noch mehr Menschen: ganze 80 bzw. 75 Prozent.

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich die Medienlandschaft...


Mehr zum Thema

Ähnliche Zusammenfassungen

Kompass für schwierige Führungssituationen
8
Digitales Unbehagen
5
Die Kunst des digitalen Lebens
7
Wie Demokratien sterben
9
Realitätsschock
8
Die Culture Map
7

Verwandte Kanäle

Kommentar abgeben