Zusammenfassung von Die neue Völkerwanderung

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Die neue Völkerwanderung Buchzusammenfassung
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Bewertung

8 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

5 Innovationsgrad

9 Stil


Rezension

Auch ein Prinz kann ein Flüchtling sein – so der Autor dieses Buches, Asfa-Wossen Asserate, ein Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers. Am 24. November 1974 hörte er in Frankfurt in seiner Studentenbleibe die Radionachricht, dass führende Politiker der kaiserlichen Regierung ermordet worden waren – darunter sein Vater. Der junge Mann stellte in Deutschland einen Asylantrag. Ein typischer Flüchtling sei er aber nicht, sagt er. Damals sei er einer von ganz wenigen gewesen. Sein Buch handelt von den vielen, die sich heute auf den Weg machen. Asfa-Wossen Asserate schlägt einen großen Bogen von den Anfängen Afrikas bis heute, um seine Sicht auf den Kontinent zu erläutern. Er benennt Egoismen, Schwächen und Verbrechen, ohne zu relativieren, und sagt, was sich ändern muss, damit Afrika zu einer guten Heimat werden kann und ein Exodus vermieden wird. Wirklich neu sind seine Forderungen nicht, aber selten werden sie mit so viel Wut und Weisheit gleichzeitig vorgetragen. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die nach nachhaltigen Lösungen für die Flüchtlingskrise suchen.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum viele Afrikaner ihrem Kontinent den Rücken kehren,
  • inwiefern Europa daran mitschuldig ist und
  • was Europa tun kann, um einen afrikanischen Exodus zu verhindern.
 

Über den Autor

Asfa-Wossen Asserate ist ein Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie. Er lebt seit Ende der 1960er-Jahre in Deutschland und gilt als einer der besten Afrikakenner des Landes. Er arbeitet als Unternehmensberater für Afrika und den Nahen Osten und ist Autor mehrerer Bücher.

 

Zusammenfassung

Steigende Flüchtlingszahlen

Syrien und Afghanistan stehen im Fokus der aktuellen Flüchtlingskrise. Ende 2015 verzeichneten diese Länder weltweit die meisten Flüchtlinge. Rund 4,9 Millionen Syrer und rund 2,7 Millionen Afghanen waren zu diesem Zeitpunkt auf der Flucht. Die Länder mit den nächsthöheren Flüchtlingszahlen spielen in der öffentlichen Diskussion hingegen kaum eine Rolle. Es sind allesamt afrikanische Staaten: Somalia mit rund 1,12 Millionen Flüchtlingen, der Südsudan (779 000), der Sudan (629 000) und die Demokratische Republik Kongo (542 000).

Weltweit gibt es derzeit 65 Millionen Flüchtlinge, und es werden immer mehr. Während im Jahr 2010 jeden Tag rund 10 900 Menschen ihre Heimat verließen, waren es zwei Jahre später rund 21 400 und heute liegt ihre Zahl bei rund 34 000, so das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR). Der Bürgerkrieg in Syrien dürfte eines Tages vorbei sein, und viele Flüchtlinge werden dann voraussichtlich in ihre Heimat zurückkehren. Die Situation in Afrika sieht allerdings anders aus.

Die Gründe für die Fluchtbewegungen aus Afrika sind vielfältig...


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