Zusammenfassung von Die Smartphone-Epidemie

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Die Smartphone-Epidemie Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Kontrovers
  • Meinungsstark
  • Wissenschaftsbasiert

Rezension

Manfred Spitzer ist vielleicht der am meisten angefeindete „populär“ schreibende Wissenschaftler Deutschlands. Spätestens seit seinem Buch über die digitale Demenz haben sich manche Medien richtiggehend auf ihn eingeschossen – sodass im Vorwort zu diesem Buch ein entsprechendes Lamento nicht fehlen darf. Spitzer wurde vorgeworfen, ein Alarmist zu sein, der mit der Angst der Leute Profit mache, aber eigentlich keine Alternative zu dem einmal beschrittenen digitalen Weg zeige – außer das Smartphone auszuschalten oder den Umgang der Jugendlichen damit streng zu kontrollieren. Ihm wurde auch vorgeworfen, unredlich mit den zahlreichen von ihm zitierten Studien umzugehen und Kausalzusammenhänge herzustellen, die es nicht gibt. Tatsächlich rührt er ziemlich viel zusammen: Obwohl es eigentlich um Smartphones gehen soll, kommen hier viele Studien zum Fernsehen, Medienkonsum oder elektronischen Medien allgemein zum Einsatz – das ist nicht immer trennscharf. Spitzer schreibt polarisierend und pointiert – ganz im Sinne seines Anliegens, auf einen Missstand aufmerksam zu machen. getAbstract empfiehlt sein Buch allen Smartphone-Besitzern und insbesondere allen Eltern.

Über den Autor

Manfred Spitzer leitet die psychiatrische Universitätsklinik und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm.

 

Zusammenfassung

Digitales Gift

Die Dosis macht das Gift: Diese Weisheit des Schweizer Mediziners Paracelsus trifft auch auf die Nutzung digitaler Medien und insbesondere von Smartphones zu. Smartphones machen dumm, träge, aggressiv, lösen Depressionen aus und können sogar zu einer erhöhten Selbstmordneigung führen, wie unterschiedliche internationale Studien gezeigt haben. Smartphones haben ihren Giftstatus also längst unter Beweis gestellt – und die Dosis, mit der dieses Gift eingenommen wird, hat sich seit der Erfindung des Smartphones 2007 radikal erhöht: Heute wischen schon kleine Kinder über Bildschirme, und die Eltern sind darauf auch noch stolz. 8- bis 12-jährige Kinder verbringen laut einer amerikanischen Studie von 2015 rund 6 Stunden täglich mit der Nutzung von Bildschirmmedien, bei den 13- bis 18-Jährigen sind es sogar 9 Stunden. Die negativen Auswirkungen von Smartphones sind nie in einer Technologiefolgenabschätzung untersucht worden. Aber inzwischen fallen sie auch den Firmen auf, die dafür verantwortlich sind. Anfang 2018 wurde die Firma Apple, Erfinderin des ersten echten Smartphones, von zwei großen Investoren darauf hingewiesen, dass das iPhone auch gesundheitliche...


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