Zusammenfassung von Die Woche, in der Jérôme Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte

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Die Woche, in der Jérôme Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Vergessen Sie Kriminalromane. Die spannendsten Geschichten schreibt noch immer die Realität. Was der ehemalige Kommunikationsmanager der Société Générale, Hugues Le Bret, über die Aufdeckung des Betrugsfalls Jérôme Kerviel in seiner Bank berichtet, ist atemberaubend. Er eröffnet dem Leser nicht nur einen tiefen Einblick in Ängste, Eigeninteressen, Denk- und Verhaltensweisen der Banker, sondern legt auch die egoistischen Bestrebungen der Politik und der Medien sowie die Verflechtungen der globalen Wirtschaft offen. Obwohl am Ende der Schaden für die Allgemeinheit begrenzt werden konnte, hinterlässt die Geschichte beim Leser das beklemmende Gefühl, dass die globale Wirtschaft nur knapp einer Finanzkatastrophe entkommen ist – ausgelöst durch die Zockermentalität eines Einzelnen. Umso mehr verwundert es, dass der Autor die Verantwortung der Banken, ihre riskante Handelspraxis und ihre unzureichenden Kontrollen nicht stärker in den Fokus rückt. Schließlich begünstigt dieses System Betrugsfälle. So hinterlässt Le Bret den Eindruck, er wolle letztlich die Société-Führung von Fehlverhalten reinwaschen und ihren Vorstandschef als Märtyrer darstellen. getAbstract ist der Meinung: Wer das globale Finanzsystem und seine Akteure verstehen will, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Über den Autor

Hugues Le Bret, ehemaliger Kommunikationschef der Société Générale, war über die gesamte Dauer der Kerviel-Affäre im Führungsteam um den Vorstandsvorsitzenden Daniel Bouton mit dem Krisenmanagement befasst.

 

Zusammenfassung

Erdbeben im Finanzsektor

Was die Menschen nicht kennen, können sie sich auch nicht vorstellen – sie halten es für unmöglich. Mit dieser Erkenntnis konfrontierte der Autor Nassim Nicholas Taleb Ende 2007 in einem Seminar die Manager des international führenden französischen Bankhauses Société Générale. Doch wie so oft bei Seminaren fühlten sich die Teilnehmer nicht persönlich betroffen, und so blieben Talebs Aussagen leere Worte. Die Manager weigerten sich, zu glauben, dass vergangene Entwicklungen nur begrenzt dazu taugen, die Zukunft vorherzusagen.

So musste der Société-Vorstand Talebs Weisheiten auf bittere Weise am eigenen Leib erfahren – und zwar schon bald. Bereits Mitte Januar 2008 wurde die Geschäftspraxis der Bank von einem heftigen Erdbeben erschüttert: Nicht nur musste der Vorstand aufgrund der geplatzten US-Immobilienblase niedrigere Gewinne bekannt geben; das Management entdeckte auch einen internen Betrugsfall ungeahnten Ausmaßes, der beinahe die Bank und das gesamte globale Finanzsystem zu Fall gebracht hätte.

Am Abgrund

Bankchef Daniel Bouton steht sicherlich vor der schwersten Entscheidung seines Lebens, als...


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    T. L. vor 8 Jahren
    Das Buch enthält eine Auflistung der Ereignisse und Reaktionen der Manager darauf.
    Es ist eher als Tagebuch zu lesen. Die Geschichte ist nicht so spannend geschrieben wie es suggeriert wird.