Zusammenfassung von Discorsi

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Discorsi Buchzusammenfassung
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Rezension

Lob der Republik

Machiavelli ist für viele Menschen der Prototyp des korrupten, verschlagenen und kompromisslos machtbewussten Politikers. Dass die Diktatoren des 20. Jahrhunderts – unter ihnen Hitler und Mussolini – sich seiner Politikempfehlungen bedienten, trug nicht gerade positiv zu seinem Ruf bei. Umso überraschender mutet die Lektüre der Discorsi an, des umfassendsten politischen Werks des Renaissanceautors. Anders als in Der Fürst zeigt sich Machiavelli hier als Anhänger der Republik, die er als langfristig gesehen beste Staatsform präsentiert. Ganz der Tradition der Renaissance entsprechend sucht er Lösungen für aktuelle Probleme in der Antike, insbesondere in der römischen Republik, die er seinen Lesern als nachahmenswertes Modell vorstellt. Nach seiner Verbannung aus allen politischen Ämtern wollte Machiavelli sich rehabilitieren und sich mit den Discorsi als politischer Berater der lokalen Regierung anbieten. So ist das Werk trotz des Blicks zurück in die Antike kein theoretisches Wolkengebilde, sondern es strotzt geradezu von pragmatischen, griffigen Empfehlungen. Nicht alle davon sind moralisch einwandfrei, aber lesenswert ist das Buch allemal – besonders vor seinem historischen Hintergrund.

Über den Autor

Niccolò Machiavelli wird 1469 in Florenz geboren. Seine Familie hat einen guten Namen, ist jedoch nicht sehr einflussreich. Die Machiavelli gehören zu einem alteingesessenen Patriziergeschlecht. Niccolòs Vater ist ein angesehener Jurist. Mit knapp 30 Jahren beginnt Machiavelli seine politische Karriere im Dienst der Regierung. 1498 wird er zum Zweiten Staatssekretär der Republik Florenz berufen. Sein Arbeitsgebiet sind diplomatische Beziehungen und – im Kriegsfall – die Oberaufsicht über militärische Operationen. Er besucht die italienischen Höfe, den Heiligen Stuhl, aber auch den deutschen Kaiser und den französischen König. Dabei studiert Machiavelli die Handlungsweisen der Herrscher sehr genau. Er setzt sich für die Einrichtung einer Bürgermiliz in Florenz ein und erhält 1503 den Auftrag, ein Heer aufzustellen, das allerdings 1512 von der spanischen Armee überrannt wird. Im gleichen Jahr kommt in Florenz die mächtige Familie Medici zum wiederholten Mal an die Macht, nachdem sie mehrere Jahre im Exil leben musste. Die Republik wird gestürzt. Da Machiavelli die Miliz geleitet hat, zieht er sich das Misstrauen der neuen Herren zu: Von einem Tag auf den anderen wird er entlassen und sogar gefoltert, weil er einer Verschwörung verdächtigt wird. Nach seiner Entlassung zieht er sich auf sein Gut in der Nähe von Florenz zurück. Hier beginnt seine Schaffensperiode als Autor mit den politischen Schriften Der Fürst, Discorsi und Die Kunst des Krieges sowie einer Geschichte von Florenz. Außerdem entstehen ein historischer Roman über einen italienischen Politiker, Gedichte und Dramen. Machiavelli gelingt es nicht, die Gunst der Familie Medici erneut zu gewinnen. Zeitlebens kann er seine alte Stellung nicht wieder zurückerlangen, sondern wird nur mit niederen Aufgaben betraut. Er stirbt verarmt am 21. Juni 1527 in Florenz.

 

Zusammenfassung

Rom, das antike Vorbild

Menschen sind missgünstig und wankelmütig. Darum ist es immer mühsam, eine neue gesellschaftliche Ordnung durchzusetzen. Dass dieses Unterfangen dennoch gelingen kann, zeigt die Republik Rom. Ihre Einrichtungen und Gesetze sind unbedingt nachahmenswert. Rom war zunächst eine Monarchie, wandelte sich dann zur Adels- und schließlich zur Volksherrschaft. Als die Tarquinier, ein etruskisches Geschlecht, Rom regierten, war das Volk zufrieden mit der Führung durch König und Senat, und der Adel war fügsam. Doch nachdem die Tarquinier vertrieben worden waren, wurde der Adel zügellos und missachtete das Volk. Nur aus Angst, dieses könnte sich bei schlechter Behandlung mit den Königen verbünden, hatte sich der Adel zuvor moderat verhalten. Das Beispiel zeigt deutlich, dass sich die Menschen nur unter Druck anständig benehmen. Können sie aber ihrem freien Willen folgen, nehmen sie sofort alle möglichen Laster an. Ohne Regeln und Gesetze sind der Anarchie Tür und Tor geöffnet. In Rom zog man daraus eine Lehre und setzte nach zahlreichen blutigen Auseinandersetzungen Volkstribune ein, die die Rechte des Volkes schützten. Sie vermittelten zwischen Volk und Senat...


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