Zusammenfassung von Europa zuerst!

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Europa zuerst! Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Analytisch
  • Meinungsstark
  • Visionär

Rezension

Es steht schlecht um Europa, aber die Lage ist nicht hoffnungslos. Rechtsnationalistische Populisten gefährden demokratische Strukturen und die EU, können aber mit geschlossenem Handeln im Zaum gehalten werden. Die AfD in Deutschland wird sich möglicherweise sogar selbst zerlegen – so die Bestandsaufnahme des renommierten Politologen Claus Leggewie. Der Autor listet sowohl die Bedrohungen für Europa als auch entsprechende Gegenmaßnahmen und Stärken auf. Jedoch nimmt er hier seiner Argumentation leider einigen Schwung, indem er Beispiele für Initiativen (wie Erasmus oder das Bedingungslose Grundeinkommen) immer wieder mit Problemfeldern (wie einer Verkehrswende im Autoland Deutschland) vermengt. So kann der Leser mitunter kaum nachvollziehen, ob Leggewie noch bei der Schilderung von Problemen oder schon bei der Skizzierung von Lösungsansätzen ist – was andererseits wiederum zeigt, dass viele Sachverhalte eben nicht so eindimensional sind, wie Populisten sie gern darstellen. Insgesamt gelingt dem Autor ein Plädoyer für ein offenes, freundliches Europa, das dennoch einiger Reformen bedarf. getAbstract empfiehlt dieses Buch allen Freunden freiheitlicher demokratischer Gemeinwesen und allen überzeugten Europäern.

Über den Autor

Claus Leggewie lehrt Politikwissenschaft an der Universität Gießen und arbeitet an vielen europäischen Instituten und Universitäten.

 

Zusammenfassung

Nationalisten und Populisten

„Europa zuerst“ ist das Gegenteil von „America First“, denn es steht für Offenheit, nicht für Abschottung. Der Welt zugewandt bleiben, sich bewusst auf gegenseitige Abhängigkeit von Nachbarländern einlassen, westliche Werte und Institutionen hochhalten, Krisen gemeinsam lösen – das sind die Aufgaben Europas. Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs hat der europäische Gedanke dem Kontinent sieben Jahrzehnte Frieden beschert. Für jüngere Europäer ist die mörderische Vergangenheit jedoch weit weg. Für sie muss Europa anders begründet werden. Sie laufen Gefahr, von einem Populismus angezogen zu werden, hinter dem sich ein völkisch-autoritärer Nationalismus verbirgt. Dieser überhöht die eigene Nation sowie deren Angehörige, diskriminiert alle anderen und stempelt sie als Fremde, Einwanderer, Muslime, Feinde ab. Ob prekäre Arbeitsverhältnisse oder wachsende Ungleichheit zwischen Arm und Reich – Fremde werden zu Sündenböcken für allerlei Missstände gemacht. So gehen extremistische Parteien auf Stimmenfang und schüren zugleich antieuropäische Emotionen. Drei Beispiele mit recht unterschiedlichen Hintergründen sind Dänemark, Italien und Ungarn:


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