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Gewalt und Mitgefühl

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Gewalt und Mitgefühl

Die Biologie des menschlichen Verhaltens

Hanser,

15 Minuten Lesezeit
9 Take-aways
Audio & Text

Was ist drin?

Was lässt uns Gutes oder Böses tun? Die Antwort ist kompliziert.


Bewertung der Redaktion

10

Qualitäten

  • Umfassend
  • Wissenschaftsbasiert
  • Hintergrund

Rezension

Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen befassen sich mit dem menschlichen Verhalten und kommen jeweils zu fachspezifischen Teilergebnissen. Robert Sapolsky unternimmt nun den kühnen Versuch einer Gesamtschau. Er verknüpft die Erkenntnisse von Biologen, Psychologen und Sozialwissenschaftlern in einmaliger Weise miteinander, um zu erklären, welche Ursachen böses und gutes Verhalten – Gewalt und Mitgefühl – letztlich haben. Seine ausgedehnte Exkursion verweigert sich dem Bedürfnis nach einfachen Antworten und gelangt zu einem bemerkenswerten Schluss.

Zusammenfassung

Zur Erklärung menschlichen Verhaltens müssen verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zusammenarbeiten.

Gewalt ist eine komplexe, mehrdeutige Angelegenheit. Es gibt zum einen verderbliche Aggression, wie etwa körperliche oder auch strukturelle Gewalt. Diese Art der Aggression fürchten und hassen wir. Zum anderen gibt es aber auch sinnvolle Aggression, etwa im Sport. Diese Aggression kann uns begeistern. Angesichts dieser Mehrdeutigkeit von Gewalt ist es wichtig, nach ihren Ursachen zu suchen. Außerdem gilt es, auch das Gegenteil von Gewalt zu untersuchen und zu fragen, warum Menschen kooperieren, einander helfen, sich versöhnen oder zugehörig fühlen.

Beides, Aggression und Empathie, lässt sich unter anderem biologisch, psychologisch oder soziologisch erforschen. Je nach Disziplin werden als Erklärung Hormone, Gene, die Evolution, Kindheitserfahrungen oder kulturelle Einflüsse angeführt. So kommen jedoch nur Teilerklärungen zustande. Tatsächlich sind all jene Faktoren miteinander verknüpft.

Das Gehirn ist ein hochkomplexes Steuerungszentrum.

Wann immer wir etwas tun oder beschließen, etwas zu tun, laufen in unserem Gehirn höchst...

Über den Autor

Robert Sapolsky ist Neurobiologe und Primatologe. Er lehrt an der Stanford-Universität.


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