Zusammenfassung von Gewalt

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Gewalt Buchzusammenfassung
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Bewertung

9

Qualitäten

  • Analytisch
  • Wissenschaftsbasiert
  • Augenöffner
  • Bestseller

Rezension

Steven Pinker erzählt die Geschichte der menschlichen Zivilisation als Geschichte abnehmender Gewalt. Das blutige 20. Jahrhundert erscheint dabei als Kombination aus statistischen Ausreißern und – im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung – überschätzten Todesquoten. Pinker setzt ein Ausrufezeichen gegen den Alarmismus und Kulturpessimismus der Gegenwart. Sein Mittel ist nicht platter Optimismus, sondern eine umfassende Analyse von Gewalt, ihren psychologischen Motiven, historischen Settings und wichtigen Gegenbewegungen. Manchmal wirkt die epische Breite des Buches wie ein Versuch, über Schwächen hinwegzutäuschen: Wesentliche Annahmen basieren auf jahrhundertealten Statistiken und ignorieren die Neigung historischer Autoren, zu übertreiben, was Ausmaß und Opferzahlen von Schlachten betrifft. Zugleich werden vermeintliche Gewissheiten immer wieder auf bestechende Weise zurechtgerückt. getAbstract findet: Pflichtlektüre für alle geschichtlich und politisch Interessierten. 

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • den historisch anhaltenden Trend der zurückgehenden Gewalt und
  • die Ursachen für diese Entwicklung.
 

Über den Autor

Steven Pinker ist Professor für Psychologie an der Harvard University. Er hat sich mit Forschung zu Sprache und Denken einen Namen gemacht. Der Autor mehrerer globaler Bestseller schaffte es in zahlreiche Listen der einflussreichsten Denker unserer Zeit.

 

Zusammenfassung

Staaten sorgen für Sicherheit 

Wir leben heute in der friedlichsten Epoche aller Zeiten. Diese Behauptung widerspricht unseren üblichen Ansichten über den Menschen und die Geschichte ebenso wie den Mechanismen der medialen Aufmerksamkeit. Doch es ist faktisch nicht zu bestreiten: Über die Jahrhunderte ist die Gewalt in allen ihren Facetten immer weiter zurückgegangen. 

Eine erste nachweisbare Welle der Befriedung erfolgte durch den Übergang zu staatlich organisierten Gesellschaften. Historische Daten sowie archäologische Funde helfen, eine wichtige relative Kennzahl zu berechnen: den Prozentsatz der auf Gewalt zurückzuführenden Todesfälle. Diese Quote betrug unter Jägern und Sammlern je nach Erhebung zwischen 14 und knapp 25 Prozent. Damit lag der Wert viel höher als in historischen Staaten, wo er 5 Prozent und weniger betrug. Eine andere nützliche Kennzahl ist die jährliche Zahl der Morde oder kriegsbedingten Todesfälle pro 100 000 Einwohner. Im heutigen Westeuropa – der sichersten Gegend der Geschichte – gibt es pro Jahr etwa 1 Mord pro 100 000 Bewohner. Bei einer Quote von 10 aufwärts ist die Gefahr im Alltag spürbar. Ab einem...


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    Vitalij Alpers vor 7 Monaten
    Man darf hier nicht vergessen, dass sich der Gewaltbegriff hier nur auf den Menschen bezieht. Also die Beziehung zwischen Mensch und Mensch.

    Nicht aber auf die Tier- oder Pflanzenwelt. Der Mensch nimmt sich heute alles mehr denn je aus der Natur, ohne sie zu fragen, ob sie das will (siehe domestizierte Tierwesen in Massentierhaltungen). Ist das denn nicht auch eine Form von Gewalt?