Zusammenfassung von Gleichgewicht der Macht

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Gleichgewicht der Macht Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Umfassend
  • Analytisch
  • Eloquent

Rezension

Fukuyama irrte, Hayek lag falsch, und auch Hobbes übersah da etwas. Das Ende der Geschichte ist nicht in Sicht; eher holt die Geschichte uns ein. Mehr Staat führt nicht in die Knechtschaft, sondern oft in die Freiheit. Und der wohlmeinende Diktator alias Leviathan ist so selten wie seine despotische Variante verbreitet ist. Den Autoren gebührt Dank. Sie räumen so akribisch wie gründlich mit veralteten Erklärungen der Weltgeschichte und damit auch Fehlschlüssen unserer Zeit auf. 

Über die Autoren

Daron Acemoglu lehrt Wirtschaftswissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. James A. Robinson lehrt an der Harvard University Politik und Wirtschaft. Zusammen haben sie den Bestseller Warum Nationen scheitern geschrieben.

 

Zusammenfassung

Freiheit ist nur möglich, wenn die Macht zwischen Staat und Gesellschaft ausbalanciert ist.

Ein freies Land braucht unbedingt Gesetze, Polizei und Behörden – das alles aber in gesellschaftlich kontrollierbarer Form. Diesem Ideal entspricht das Gesellschaftsmodell des „gefesselten Leviathans“. Staat und Gesellschaft konkurrieren hier nicht nur um die Macht, sondern kooperieren auch, etwa indem Behörden öffentliche Leistungen bereitstellen, die breite Teilhabe ermöglichen; oder indem Bevölkerungen staatliche Institutionen gegen mächtige Eliten schützen. Der Staat setzt einerseits der Bevölkerung Grenzen. Diese wacht ihrerseits über den Staat und fordert ihn heraus, auf dass beide gemeinsam stärker werden. Diese Balance lässt sich weder am Reißbrett konstruieren noch in kurzer Zeit herstellen.

Je weniger das Modell verwurzelt ist, desto fragiler ist das Gleichgewicht. Francis Fukuyama irrte, als er 1989 nach dem Sieg des Westens im Kalten Krieg das Ende der Geschichte erwartete. Ein Leben in Freiheit und Menschenwürde ist auf der Welt noch immer nicht selbstverständlich. Auch wenn 2010 dreimal so viele (120) Demokratien existierten wie...


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