Zusammenfassung von Grundeinkommen

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Grundeinkommen Buchzusammenfassung
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Bewertung

6

Qualitäten

  • Innovativ
  • Inspirierend

Rezension

Bedingungsloses Grundeinkommen – das klingt verdächtig nach einer linken Utopie. Doch zu seinen Fürsprechern gehören nicht nur linke, sondern auch konservative Politiker, Unternehmer wie der dm-Chef Götz W. Werner und sogar Erzliberale wie Milton Friedman. In diesem Sammelband kommt die liberale Argumentation allerdings kaum zum Zug. Die Autoren träumen nicht von einem bürokratiearmen, schlanken Sozialstaat, sondern von einer anderen Gesellschaft. Als Ziel sehen sie ein „gutes Leben für alle“, begleitet von dem Umstand, dass viele erwerbslos sind. Warum Arbeit abzulehnen ist, dafür werden viele Gründe bemüht, von Ansichten der alten Griechen bis hin zur Arbeitslosenstatistik. Finanzierungsfragen hingegen tun die Autoren mit dem lockeren Hinweis ab, die Modelle seien bereits an anderer Stelle durchgerechnet. Ein einziger Beitrag holt die Träumer auf den Boden der Tatsachen zurück: Wegen starker Migrationsanreize wäre ein Grundeinkommen, wenn überhaupt, nur in globalem Maßstab denkbar. Und wie realistisch das ist, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Doch bei aller Kritik: Das Thema Grundeinkommen ist zu interessant, um einfach vom Tisch gewischt zu werden. getAbstract empfiehlt dieses Werk allen, die sich über diese spannende Idee informieren wollen.

Über die Autoren

Die Herausgeber Andreas Exner und Werner Rätz engagieren sich bei der globalisierungskritischen Bewegung Attac in Österreich und Deutschland, Herausgeberin Birgit Zenker ist Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in Deutschland. Unter den zahlreichen weiteren Autoren finden sich neben Gesellschaftswissenschaftlern auch Prominente wie der Publizist André Gorz und der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der Drogeriemarktkette dm, Götz W. Werner.

 

Zusammenfassung

Eine andere gesellschaftliche Basis

Eine der wichtigen Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens ist die Erwerbsarbeit. Geld zu verdienen und Kontakte zu knüpfen – oft auch private – geht Hand in Hand mit dem Arbeitsalltag. Die Menschen definieren sich über ihre Stellung im Berufsleben. Das führt oft zu weit: Niemand ist nur „Hausfrau“ oder „Immobilienkauffrau“. Wenn wir uns in der Arbeit verlieren, bleibt anderes auf der Strecke. Mehr noch: Die Menschen geraten in Stress und stellen sogar Dinge her, die möglicherweise ihre Lebensgrundlagen zerstören. Es werden Sachen produziert, die niemand braucht. Dabei wären doch zunächst einmal die Fragen wichtig, welche Produkte wir eigentlich benötigen und wie wir diese herstellen wollen. Unter diesem Aspekt ließe sich das Waren- und Dienstleistungsangebot nicht allein vom Rentabilitätsgedanken steuern, sondern gesellschaftlich wünschenswerte Angebote würden in den Mittelpunkt gestellt. Ein Instrument für eine solche Umstellung könnte das so genannte bedingungslose Grundeinkommen sein.

Was ist ein „Grundeinkommen“?

Ein Grundeinkommen, so die Idee, soll jeder Mensch im Land erhalten, damit er am gesellschaftlichen Leben...


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