Zusammenfassung von Grundformen der Angst

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Grundformen der Angst Buchzusammenfassung

Die folgende Rezension wurde erstmals am 25.09.2020 im getAbstract Journal veröffentlicht.
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Keine Angst vor der Angst!

Fritz Riemann war ein weltweit anerkannter Psychoanalytiker und Autor. Seine 1961 veröffentlichte Studie Grundformen der Angst ist ein Paradebeispiel dafür, dass auch Sachbücher das Zeug zum zeitlosen Klassiker haben können. Bis heute wurde es über 1 Million Mal verkauft.

Alle Ängste lassen sich auf vier Grundformen zurückführen

„Angst gehört unvermeidlich zu unserem Leben. In immer neuen Abwandlungen begleitet sie uns von der Geburt bis zum Tode“, heißt es zu Beginn der Einleitung. Zugegeben, es gibt positivere Eröffnungssätze von Büchern. Doch Angst ist per se nichts Schlimmes, sagt Riemann. Schließlich lässt das Meistern unserer Ängste uns reifen und uns weiterentwickeln. Eine These, die wahrscheinlich jeder bestätigen kann, der sich schon einmal erfolgreich einer Phobie gestellt hat. Angst kann zwar viele Gesichter haben, laut Riemann lassen sich aber alle Ängste auf vier Grundformen zurückführen, die er in seinem Buch anhand von vier Extrembeispielen ausführlich beschreibt. Diese Grundängste sind die Angst vor der Selbsthingabe, die Angst vor der Selbstwerdung, die Angst vor der Wandlung sowie die Angst vor der Notwendigkeit. Riemann veranschaulicht diese Ängste durch vier Kräfte im Sonnensystem: Eigendrehung, Umwälzung, Schwerkraft und Fliehkraft.

Schizoide Persönlichkeiten neigen zu Aggressionen, depressive zu Masochismus

Zunächst skizziert der Autor die schizoide Persönlichkeit. Diese hat den Impuls zur „Eigendrehung“ und ist durch die Angst vor der Hingabe geprägt, also der Angst vor Persönlichkeitsverlust oder Abhängigkeit. Das führt laut Riemann dazu, dass schizoide Menschen versuchen, möglichst keine Gefühle zuzulassen, und den Kontakt zu anderen meiden. Feste Bindungen sind nicht ihr Ding. Vielmehr tendieren sie zur Abspaltung von Sexualität und Gefühlen und neigen oft zu Sadismus und Aggressionen. Riemann führt dieses Verhalten auf zu wenig oder zu viel körperliche Nähe im Kleinkindalter zurück, etwa durch lieblose oder überpräsente Mütter. Doch auch schizoide Persönlichkeiten haben ihre Stärken. So sind sie Riemann zufolge selbstständig und unabhängig. Zudem verfügen sie über eine gute Beobachtungsgabe.


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