Zusammenfassung von Identity Economics

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Identity Economics Buchzusammenfassung
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Bewertung

7

Qualitäten

  • Hintergrund

Rezension

Der in letzter Zeit schon des Öfteren totgesagte Homo oeconomicus, also die Vorstellung vom rein rational und nutzenorientiert handelnden Menschen, wird in diesem Buch endgültig beerdigt. Was die Autoren als hauptsächliches Motiv für Entscheidungen und Handlungen ansehen, sind die Identität und das Selbstbild des Einzelnen sowie die Normen und Erwartungen, die damit verknüpft sind. Diese Erkenntnisse sind nicht gerade neu. Den Autoren geht es aber vorrangig darum, ihnen einen Platz in den oberen Etagen des wirtschaftswissenschaftlichen Ideengebäudes zu sichern. Sie belegen ihre theoretischen Konzepte überzeugend mit zahlreichen Beispielen, vor allem in Bezug auf Unternehmen, Bildung, Geschlechter und Minderheiten, und erklären, warum Menschen durchaus auch gegen ihre wirtschaftlichen Interessen handeln, wenn es ihrer Identität dient. Aufgrund des meist akademischen Stils lesen sich die Ausführungen nicht immer flüssig, verständlich sind sie aber trotzdem. getAbstract empfiehlt das Buch Führungskräften sowie allen, die erfahren möchten, wie sich die eigene Identität auf Entscheidungen und Verhalten auswirkt.

Über die Autoren

George A. Akerlof ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley. 2001 erhielt er den Wirtschaftsnobelpreis. Er ist Koautor des Buches Animal Spirits. Rachel E. Kranton ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Duke University in North Carolina.

 

Zusammenfassung

Die Identität bestimmt das menschliche Verhalten

Vielen Wirtschaftstheorien liegt noch immer das Konzept des Homo oeconomicus zugrunde, des Menschen, der rein rational und nach Motiven des wirtschaftlichen Gewinns handelt. Der reale Mensch ist jedoch weitaus vielschichtiger und muss mitsamt seinen Vorlieben und Abneigungen erfasst werden. Eine zentrale Rolle im Selbstverständnis einer Person spielt ihre Identität, ihr Selbstbild. Dieses bestimmt ihre Erwartungen an sich selbst, ihre Verhaltensnormen, Entscheidungen, Handlungen und Ideale. Die Identität wiederum wird beeinflusst vom sozialen Kontext, in dem ein Mensch aufgewachsen ist und in dem er sich bewegt.

Einen weiteren Rahmen gibt die Kultur vor, die entscheidet, wie viel Spielraum dem Einzelnen bei der Gestaltung seiner Identität überhaupt zusteht. Auch subkulturelle Gruppen prägen die Identität eines Menschen. Viele richten sich an Idealen aus, denen sie nacheifern. Religiöse Menschen etwa orientieren ihr Verhalten beispielsweise am Vorbild von Christus oder Mohammed.

Der Mensch spielt je nach gesellschaftlichem Umfeld unterschiedliche Rollen, und je nach Zeitpunkt hat er unterschiedliche...


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