Zusammenfassung von 1984

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1984 Buchzusammenfassung
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Rezension

Ein Plädoyer gegen totalitäre Herrschaft

„Big Brother is watching you!“ – der Slogan ist längst zum Synonym für totale staatliche Überwachung geworden. Als George Orwell 1948 seinen Roman 1984 fertigstellte, stand er unter dem Eindruck der Entwicklungen in der Sowjetunion unter Stalin. Da englische Intellektuelle dem Sozialismus sowjetischer Prägung zunehmend mit Akzeptanz begegneten, befürchtete Orwell, sie könnten sich vom totalitären Staatsdenken verführen lassen. Als Folge führte er ihnen in seinem Roman den Totalitarismus drastisch vor Augen. Lohnt es sich nach dem Untergang des Ostblocks noch, den Roman zu lesen? Auf jeden Fall, denn das Buch ist nicht nur ein eindringliches Plädoyer gegen totalitäre Herrschaft jeglicher Couleur, sondern hat auch literarische Qualitäten. 1984 verbindet fantastische mit realistischen Elementen, politische Satire mit einem spannenden Plot. Eindringlich führt der Roman vor, wie Sprache zum Instrument der Manipulation gerät und moderne Kommunikationsmittel die Privatsphäre der Menschen bedrohen. Orwells düsterer und pessimistischer Zukunftsroman war schon bei seinem Erscheinen nur wenige Schritte von der Gegenwart entfernt – und ist es auch heute noch.

Über den Autor

George Orwell wird am 25. Juni 1903 als Eric Arthur Blair im indischen Motihari geboren. Er besucht die englischen Eliteinternate Eastbourne und Eton. Danach lässt er sich, wie vor ihm sein Vater und Großvater, zum Polizeioffizier ausbilden und tritt in den britischen Kolonialdienst ein. Bis 1927 ist Orwell in Burma, dem heutigen Myanmar, für die Indian Imperial Police tätig. Dann quittiert er den Dienst aus Protest gegen die kolonialistischen Methoden. In den folgenden Jahren schlägt sich Orwell in London und Paris durch. Er arbeitet als Tellerwäscher, Buchhandelsgehilfe, Lehrer und Journalist. 1933 erscheint sein autobiografisches Buch über diesen Lebensabschnitt, Erledigt in Paris und London (Down and Out in Paris and London). 1936 heiratet Orwell Eileen O’Shaughnessy und reist als Reporter nach Barcelona, um am Spanischen Bürgerkrieg teilzunehmen. Wie viele andere Künstler auch kämpft er selbst an der Front gegen Francos Faschisten. Nach dem Sommer im Krieg kehrt er verwundet und desillusioniert nach England zurück. 1944 stellt Orwell den Roman Farm der Tiere (Animal Farm) fertig. Eine Veröffentlichung wird aber bis zum Ende des Krieges verhindert, weil die Kritik am Bundesgenossen Stalin zu jener Zeit in Großbritannien nicht opportun ist. 1945 stirbt Eileen während einer Operation. 1948 stellt der unabhängige Sozialist Orwell eine zweite Dystopie mit erschreckend hoffnungslosem Ende fertig, mit der er weltweit berühmt wird: 1984. In diesem Meisterwerk der politisch-philosophischen Science-Fiction treibt Orwell sein pessimistisches Geschichtsbild auf die Spitze. Am 21. Januar 1950, nur drei Monate nach seiner Heirat mit Sonia Mary Brownell, stirbt Orwell 46-jährig in London an Tuberkulose.

 

Zusammenfassung

Die totale Überwachung

Es ist der 4. April 1984. Oder doch nicht? Winston Smith hat schon seit Langem jedes Zeitgefühl verloren. Zudem erscheinen ihm seine Erinnerungen trügerisch, seit in Ozeanien Engsoz, der Englische Sozialismus, herrscht. In ganz London, der Hauptstadt der drittbevölkerungsreichsten Provinz Ozeaniens, hängen Plakate, von denen der Große Bruder herunterstarrt. Die Straßen sind überwacht, Kinder bespitzeln ihre Eltern. Nicht einmal in den eigenen vier Wänden entkommt man der Kontrolle der Partei. Dafür sorgt der Teleschirm, ein Apparat, über den die Bewohner mit Propaganda beschallt und gleichzeitig beobachtet werden. Mittels der Techniken Realitätskontrolle und Doppeldenk beherrscht die Partei das Gedächtnis der Menschen. Doch die Erinnerung des 39-jährigen Winston steht noch nicht völlig unter fremdem Einfluss. Gelegentlich flackern Bilder besserer Zeiten auf, in denen seine Eltern und seine Schwester, die vaporisiert wurden, noch lebten. Wenn er auch vieles vergessen hat, eines weiß Winston sicher: Er muss der Zukunft ein Zeugnis hinterlassen, ein Tagebuch, das er in einer vom Teleschirm nicht erfassten Nische seiner Wohnung führt. Während er darin schreibt, denkt er an einen Mann namens O’Brien, ein mächtiges Mitglied der Inneren Partei, von dem er glaubt, dass er auf seiner Seite steht.


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