Zusammenfassung von Bekenntnisse eines englischen Opiumessers

London 1821/22
Diese Ausgabe: Insel, Mehr

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Bekenntnisse eines englischen Opiumessers Buchzusammenfassung
Shocking! Ein englischer Romantiker bekennt sich rückhaltlos zum Opiumkonsum.

Rezension

Freuden und Leiden des Opiums

Unmittelbar nachdem er sich von einer gut 15 Jahre währenden Opiumsucht befreit hatte, schrieb Thomas De Quincey seine aufsehenerregenden Bekenntnisse eines englischen Opiumessers. Der Tonfall ist weder zerknirscht noch besserwisserisch, sondern – wenn es nicht gerade um die Beschreibung eines Rausches geht – nüchtern analysierend. Das Werk war De Quinceys Versuch, die Opiumsucht geistig zu bewältigen, modern gesprochen also eine Art psychoanalytische Selbsttherapie. De Quincey nahm Opium erstmals 1804 als Schmerzmittel ein und steigerte in den nächsten Jahren den Konsum, bis er sich 1820 in einem qualvollen Prozess davon befreite. In seinem Buch unterscheidet er selbst die Phase des kontrollierten Gebrauchs bis 1813 von derjenigen des anschließenden Missbrauchs. Das schockierende Thema und De Quinceys rückhaltlose Offenheit machten den Autor und seinen Erstling schlagartig bekannt. Die späteren Werke aus seiner Feder erlangten nicht mehr die gleiche Bedeutung für die Nachwelt wie die zum Klassiker avancierten Bekenntnisse.

Zusammenfassung

Jugend eines Opiumessers
De Quincey will sich zu seinem jahrelangen Opiumkonsum bekennen, zu einer Verirrung, die Teil seines „Philosophenlebens“ gewesen ist. Letztendlich ist es ihm gelungen, sich von der Sucht zu befreien. Als Abhängigem ist ihm bewusst geworden, wie erstaunlich groß...
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Über den Autor

Thomas De Quincey wird am 15. August 1785 in Manchester geboren. Sein Vater stirbt 1793. Die Mutter zieht wenig später mit dem Jungen nach Bath. Zu der Zeit fügt sie dem Nachnamen das adlig klingende „De“ hinzu. In der Schule fällt De Quincey durch herausragende Leistungen in alten Sprachen auf. Einer seiner Lehrer sagt einmal zu einem Fremden: „Dieser Knabe könnte eine bessere Ansprache an eine athenische Volksmenge halten als Sie oder ich an eine englische.“ 1802 verlässt De Quincey die Schule heimlich und lebt monatelang mittellos in Wales und London. Eine Zeit lang ist er dem Verhungern nahe. Bekannte bringen den Ausreißer zurück zu seiner Familie, und nach der Aussöhnung kann er in Oxford studieren. Von dort aus fährt er des Öfteren nach London, wo er 1804 eine Neuralgie erleidet, die ihn zum Opiumkonsum führt. An dem mündlichen Examen zum Abschluss seines Studiums nimmt De Quincey nicht teil. Er zieht in den Lake District, in die Nähe des von ihm verehrten romantischen Dichters William Wordsworth, und lebt später sogar in dessen Dove Cottage, einem idyllischen Landhaus, das der Familie Wordsworth zu klein geworden ist. Dort scheint der schmächtige De Quincey, wie ein Besucher notiert, „in einem Ozean deutschsprachiger Literatur zu ertrinken“. De Quincey gibt sehr viel Geld für Bücherkäufe aus. 1817 heiratet er die Bauerntochter Margaret Simpson. Die Ehe ist glücklich, aber weil sie als nicht standesgemäß angesehen wird, entfremdet er sich von Wordsworth und dessen Familie. Seit dem Beginn seiner Ehe ist De Quinceys Erbe aufgebraucht. Er arbeitet als Journalist, Übersetzer und Autor. 1821 erscheinen die Confessions of an English Opium-Eater (Bekenntnisse eines englischen Opiumessers), durch die er bekannt wird. Dennoch lebt die bis auf zehn Köpfe anwachsende Familie in permanenter Armut. 1826 zieht der Autor mit seiner Familie der besseren Arbeitsmöglichkeiten wegen nach Edinburgh, 1833 muss er den Bankrott erklären. Nach dem Tod seiner Frau 1837 verstärkt sich De Quinceys Opiumsucht erneut. Er stirbt am 8. Dezember 1859.


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