Zusammenfassung von Canterbury-Erzählungen

Westminster um 1478
Diese Ausgabe: Manesse, Mehr

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Canterbury-Erzählungen Buchzusammenfassung
Mit diesen Erzählungen legte Geoffrey Chaucer den Grundstein der englischen Literatur.

Rezension

Kurzweilige Pilgerfahrt

Eine Gruppe von Pilgern ist auf dem Weg nach Canterbury. Um sich die Zeit zu vertreiben, erzählen sie sich unterwegs Geschichten – die Canterbury-Erzählungen. Es ist eine bunte Gesellschaft, die sich da zusammengefunden hat: Mönche und Nonnen, ein Ritter, einige Handwerker, ein Ablasshändler, ein Büttel, ein Gutsbesitzer, ein Arzt und viele andere. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Geschichten, die sie einander erzählen: Vom Heldengedicht bis zum deftigen Schwank ist alles dabei. Der Engländer Geoffrey Chaucer entwirft in dieser Sammlung ein einzigartiges Bild der spätmittelalterlichen Gesellschaft. Es ist in mehrfacher Hinsicht ein revolutionäres Werk: Erstmals zeichnet ein Dichter seine Figuren als Individuen. Zum ersten Mal in der englischen Literaturgeschichte kommen Menschen aus dem einfachen Volk zu Wort und stehen gleichberechtigt neben den Vertretern von Adel und Klerus. Darüber hinaus handelt es sich um eines der ersten Werke, das in der Volkssprache Englisch verfasst ist. Nicht umsonst würdigt man Chaucer noch heute als Begründer der englischen Literatur und sein Werk als zeitlosen Klassiker, der die Leser auch 600 Jahre nach seiner Entstehung noch immer prächtig unterhält.

Zusammenfassung

Die Pilger
Der Erzähler Chaucer befindet sich auf einer Pilgerfahrt nach Canterbury zum Grab des heiligen Thomas Becket und schließt sich in einer Herberge einer Gruppe von 29 Pilgern an, die dasselbe Ziel haben. Hier haben die unterschiedlichsten Menschen zusammengefunden, vom ...
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Über den Autor

Geoffrey Chaucer wird um das Jahr 1340 als Sohn eines Londoner Weinhändlers geboren. Obwohl man, verglichen mit anderen Autoren seiner Zeit, recht viel über Chaucer weiß, sind seine genauen Lebensdaten nicht bekannt. Der Vater hat offenbar gute Verbindungen zum Königshof, denn er kann seinem Sohn dort eine Anstellung verschaffen. Um 1366 heiratet Chaucer und beginnt zu dieser Zeit auch zu dichten. Seine ersten Werke, wie The Book of the Duchess (Das Buch der Herzogin) zum Tod der Herzogin von Lancaster, orientieren sich an französischen Vorbildern; außerdem übersetzt er literarische Werke aus dem Lateinischen und Französischen ins Englische. Ab 1370 reist Chaucer als Diplomat in verschiedene europäische Länder, u. a. nach Italien, wo er mit der italienischen Literatur in Berührung kommt. Überhaupt ist Chaucer sehr belesen und besitzt für seine Zeit ungewöhnlich viele Bücher. 1374 wird er Zolleinnehmer im Londoner Hafen, eine ebenso angesehene wie gut bezahlte Position, die ihm jedoch zum Dichten nicht mehr viel Zeit lässt. So bittet er schließlich darum, einen Stellvertreter einsetzen zu dürfen, was man ihm 1385 auch gewährt. Noch im selben Jahr wird Chaucer Friedensrichter in Kent und ist 1386 Mitglied des Parlaments. Doch als kurz darauf König Richard II. gestürzt wird, verliert auch Chaucer alle seine Ämter und gerät in finanzielle Schwierigkeiten. Mit der Rückkehr Richards II. auf den Thron im Jahr 1389 bekommt er wieder einen Posten und wird Aufseher über die königlichen Bauten. Jedoch nicht für lange: Kurz nacheinander wird er mehrfach überfallen und beraubt. Dabei verliert er auch Gelder des Königs. Möglicherweise sind die Überfälle fingiert, weil Chaucer Wege sucht, seine Schulden zu bezahlen. 1399 zieht er wieder nach London und stirbt dort vermutlich im Oktober 1400. Er wird als Erster in der Poets’ Corner in der Westminster Abbey begraben. Zu seinen wichtigsten Werken zählen neben den Canterbury Tales (Canterbury-Erzählungen) die Versdichtungen The Parliament of Fowls (Das Parlament der Vögel) und Troilus and Criseyde (Troilus und Criseyde).


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