Zusammenfassung von Das Geld

Paris 1891
Diese Ausgabe: Insel, Mehr

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Das Geld Buchzusammenfassung
Ein Finanzskandal im Frankreich des 19. Jahrhunderts, der beklemmend aktuell wirkt.

Rezension

Aufstieg und Fall der Finanzmärkte

Angesichts der Geschehnisse auf den Finanzmärkten in unserer Zeit ist Zolas Roman Das Geld von erschreckender Aktualität. Er schildert den atemberaubenden Aufstieg und Fall einer französischen Bank und führt die Finanzwelt des Second Empire exemplarisch vor: den geltungssüchtigen Bankinhaber, die Makler und Spekulanten rund um die Pariser Börse, kleine Sparer und verarmte Adlige, die getäuscht werden und in der finalen Spekulation ihre Renten und die Reste ihres Vermögens verlieren, sowie eine mangelhafte Gesetzgebung, die dem skrupellosen Finanzhai zu viele Schlupflöcher für sein verbrecherisches Treiben lässt. Offensichtlich wird, wie Börse und Bank manipuliert werden und mit welchem Geschick einzelne Profiteure die Illusionen und die Gier des Publikums für ihre eigenen Zwecke missbrauchen. Der Roman ist auch ein großes Sittengemälde und ein Spiegelbild der Gesellschaft seiner Zeit. Man stellt fest, dass diese Epoche hinsichtlich des Finanzgebarens der unseren sehr ähnlich ist. Überdeutlich wird, dass Finanzkrisen nicht vom Himmel fallen, sondern durch klares Fehlverhalten herbeigeführt werden.

Zusammenfassung

Spielkasino Börse
Aristide Saccard, ein Spross der Familie Rougon, verbringt seine Tage im Umfeld der Pariser Börse. Mit seinem Bruder Eugène Rougon, einem mächtigen Staatsminister unter Kaiser Napoleon III., ist Saccard seit seinem letzten Firmenbankrott völlig zerstritten...
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Über den Autor

Émile Zola wird am 2. April 1840 in Paris geboren, verbringt seine Kindheit aber in Aix-en-Provence. Dort gehört der spätere Maler Paul Cézanne zu seinen Freunden. Zolas Vater, ein italienisch-österreichischer Ingenieur, stirbt 1847. Die Mutter zieht daraufhin wieder nach Paris, wo sie sich als Putzfrau und Schneiderin durchschlägt. Zola fällt in Paris gleich zweimal durchs Abitur. Er arbeitet bei der Zollbehörde als Schreiber, später im Verlag Hachette als Lagerist, dann als Werbeleiter. 1867 gelingt ihm mit seinem Roman Thérèse Raquin der Durchbruch. Im Rahmen des Romanzyklus Les Rougon-Macquart (Die Rougon-Macquart) schreibt er binnen 24 Jahren 20 Romane. Seine größten Erfolge erzielt er mit L’Assommoir (Der Totschläger, 1877) und La débâcle (Der Zusammenbruch, 1892). Nach Germinal (1885) erscheint 1886 L’Œuvre (Das Werk), nach dessen Lektüre Cézanne empört die Freundschaft abbricht, da er sich in dem Text auf unvorteilhafte Weise porträtiert sieht. Zola mischt sich auch ins politische Zeitgeschehen ein. Berühmt wird er 1898 für seinen offenen Brief an den Staatspräsidenten Félix Faure mit dem Titel J’accuse („Ich klage an“). Darin bezieht er kritisch Stellung zur Affäre um den jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus, der aufgrund gefälschter Beweise als Hochverräter verurteilt wurde. Der Brief beschert Zola eine einjährige Gefängnisstrafe, der er sich jedoch durch die Flucht nach England entzieht, wo er eine deprimierende Exilzeit verlebt. Am 29. September 1902 stirbt Zola in seiner Pariser Wohnung. Als Todesursache gilt eine Rauchvergiftung. Ob es ein Mord oder ein Unfall gewesen ist, bleibt ungeklärt. 1908 werden Zolas sterbliche Überreste ins Pariser Pantheon überführt.


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