Zusammenfassung von Das Weltbild des Kindes

Paris 1926
Diese Ausgabe: Klett-Cotta, Mehr

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Das Weltbild des Kindes Buchzusammenfassung
Jean Piagets bahnbrechendes Werk über das Denken des Kindes, seine Vorstellungen von der Natur und seine magischen Rituale.

Rezension

Kinder denken anders

Bevor Jean Piaget sich der Psychologie zuwandte, hatte er Biologie studiert und eine Dissertation über Mollusken geschrieben. Den naturwissenschaftlichen Ansatz bewahrte er sich auch als Entwicklungspsychologe. Für sein 1926 erschienenes Buch Das Weltbild des Kindes befragte er Hunderte von Kindern im Alter von drei bis zwölf Jahren: Wo findet Denken statt? Was geschieht, wenn wir träumen? Wie sind Sonne, Mond und Wolken entstanden? Im Unterschied zu den Verfechtern standardisierter Intelligenztests interessierte sich Piaget mehr für die falschen als für die richtigen Antworten. Sie führten ihn zu der Erkenntnis, dass Kinder eine ganz eigene, von der Logik der Erwachsenen völlig verschiedene Denkweise haben. Aufgrund ihrer natürlichen Egozentrizität glauben sie, an allem in der Welt teilzuhaben. Alle Dinge sind für sie lebendig und bewusst – und daher auch vom Menschen beeinflussbar. Piagets Werk stellt einen wichtigen Beitrag in der Erforschung kindlichen Denkens dar.

Zusammenfassung

Die Methode der klinischen Untersuchung
Will man das Weltbild des Kindes erforschen, kommt man mit den bisher üblichen Tests nicht weit. Deren Fragen sind allzu suggestiv und bilden deshalb das wirklich unverfälschte Denken der Kinder nicht ab. Auch die reine Beobachtung reicht nicht aus...
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Über den Autor

Jean Piaget wird am 9. August 1896 als erstes Kind des Literaturprofessors Arthur Piaget und der Französin Rebecca Jackson im schweizerischen Neuchâtel geboren. Er wächst in einem protestantisch-liberal geprägten Milieu auf. Nach dem Abitur 1915 studiert Piaget Biologie an der Universität Neuchâtel. 1918 promoviert er mit einer Arbeit über Weichtiere. Die intensive Beschäftigung mit psychologischen und erkenntnistheoretischen Fragen führt ihn nach Zürich, wo er unter anderem bei C. G. Jung und Eugen Bleuler studiert. Von 1919 bis 1921 lebt Piaget in Paris, ehe er einem Ruf an das Institut Jean-Jacques Rousseau in Genf folgt. 1923 heiratet er seine Assistentin Valentine Châtenay, mit der er drei Kinder bekommt. 1925 wird Piaget Professor für Psychologie in Neuchâtel, ab 1929 ist er als Professor für Geschichte der Wissenschaften in Genf und als Direktor des dortigen Bureau International d’Éducation tätig. 1940 erhält er den Lehrstuhl für experimentelle Psychologie in Genf und wird Präsident der Schweizer Gesellschaft für Psychologie. Im Lauf der Jahre wird er mit zahlreichen Ehrendoktorwürden ausgezeichnet, unter anderem von der Harvard-Universität und der Pariser Sorbonne. Aus einer Vorlesungsreihe, die er im von den Nazis besetzten Frankreich am Collège de France hält, entsteht sein Buch Psychologie der Intelligenz (La psychologie de l’intelligence, 1947). Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Piaget zum Präsidenten der Schweizer Unesco-Kommission bestimmt. 1952 geht er als Professor an die Sorbonne, drei Jahre später gründet er in Genf das International Center for Genetic Epistemology, das er bis zu seinem Tod als Direktor leitet. Bis ins hohe Alter setzt er seine Forschungstätigkeit fort. Im Lauf seiner langen wissenschaftlichen Karriere verfasst er insgesamt über 60 Bücher sowie mehrere Hundert Aufsätze. Jean Piaget stirbt am 16. September 1980 in Genf.


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