Zusammenfassung von Der scharlachrote Buchstabe

Boston 1850
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Der scharlachrote Buchstabe Buchzusammenfassung
Ein bewegendes Frauenschicksal im puritanischen Amerika des 17. Jahrhunderts: Esther Prynne ist gezeichnet mit dem Schandmal der Ehebrecherin – dem scharlachroten Buchstaben.

Rezension

Seelenstudie in Scharlachrot

Sie trägt das Zeichen der Schande, den scharlachroten Buchstaben A (für „adulteress“ = Ehebrecherin), wie eine Auszeichnung: Esther Prynne, eine der berühmtesten Ehebrecherinnen der Weltliteratur. Sie hat das Pech, dass ihre Affäre in einer der sittenstrengsten Gemeinschaften ans Licht kommt, die man sich nur vorstellen kann: in der puritanischen Gemeinde von Boston im Jahr 1640. Nathaniel Hawthorne erforscht in seinem Roman Der scharlachrote Buchstabe die Zeit seiner Ahnen, der Pilgerväter und ersten Siedler in Neuengland. Seine Heldin leidet unter der rigiden Unterdrückung, aber sie weicht ihr nicht aus. Sie weiß, dass sie gesündigt hat, verwandelt jedoch im Lauf der Geschichte ihre Buße in eine Auszeichnung. Ihr Liebhaber Pastor Dimmesdale geht einen langen Weg bis zu seinem persönlichen Golgatha. Schließlich bekennt er sich aber zu seiner Schuld und macht daraus ein öffentliches Ereignis. Hawthornes erster und erfolgreichster Roman ist mit symbolhafter Sprache fast überfrachtet. Das Thema Schuld und Sühne und die psychologische Tiefe machen den Roman zu einem Klassiker der amerikanischen Literatur.

Zusammenfassung

Die vergessenen Aufzeichnungen
Salem im 19. Jahrhundert. Die Stadt befindet sich im ökonomischen Niedergang, nur selten legen noch Schiffe an. Der Erzähler arbeitet im Zollhaus in einem schmuddeligen Raum, an dessen Wänden bereits die Farbe abblättert. Eines Tages findet er alte...
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Über den Autor

Nathaniel Hawthorne wird am 4. Juli 1804 in Salem, Massachusetts geboren. Seine Abstammung lässt sich bis zu seinem Urgroßvater John Hathorne (das „w“ hat erst Nathaniel dem Familiennamen hinzugefügt) zurückverfolgen, einem der Richter aus den berühmten Hexenprozessen in Salem von 1692. Nathaniel wird sich bei seiner schriftstellerischen Arbeit immer wieder auf seine puritanischen Wurzeln besinnen. Er besucht das Bowdoin College in Maine und arbeitet ab 1825 als Journalist und als freier Schriftsteller. Später wird er Zollinspektor und muss, wie der Erzähler in der Einleitung zu Der scharlachrote Buchstabe, bei einem politischen Wechsel seinen Hut nehmen. 1842 heiratet er die Malerin Sophia Peabody. Er lernt die Dichter Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau kennen, mit deren „amerikanischem Transzendentalismus“ kann er jedoch wenig anfangen. Stattdessen reflektiert er kritisch über die Geschichte seines eigenen Urgroßvaters, der Gründerväter und der ganzen jungen Nation. Mit Herman Melville schließt er 1850 eine Freundschaft, die insbesondere für Melville eine große Inspiration ist: Dessen Roman Moby Dick widmet er dem Freund. Hawthornes Hauptthemen Schuld und Vergebung sowie religiöser Fatalismus finden außer in Der scharlachrote Buchstabe auch in seine weiteren Werke Eingang, darunter: Das Haus mit den sieben Giebeln (The House of the Seven Gables, 1851), Der Marmorfaun (The Marble Fawn, 1860) und zahlreiche Kurzgeschichten. Trotz seiner Bekanntheit leidet Hawthorne Zeit seines Lebens an Geldknappheit. 1852 geht er nach Europa und wird Konsul von Liverpool. Nach mehreren Reisen kehrt er 1859 nach Amerika zurück und stirbt am 19. Mai 1864 in Plymouth, New Hampshire.


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