Zusammenfassung von Die Edda

Götter- und Heldenlieder der Germanen

Island 13. Jahrhundert
Diese Ausgabe: Manesse, Mehr

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Die Edda Buchzusammenfassung
Götter, Helden, Rauf- und Saufbolde: Nirgends wird die altnordische Mythologie farbiger geschildert als in der Edda.

Rezension

Kämpfe von Göttern und Helden

Kein anderes Werk beschwört den Kosmos der nordisch-germanischen Mythologie in so plastischen Bildern herauf wie die Edda. Drängen sich in den Götterliedern Odin, Thor und Loki streitlustig und tatendurstig um den Biertisch, so sind es in den Heldengesängen menschliche Figuren wie Sigurd, Brynhild oder Atli, die sich in ein undurchschaubares Schicksal verstricken, immer Täter und Opfer zugleich. Als Siegfried, Brünhild und Etzel kennt man dieses Personal aus dem Nibelungenlied, mit dem die Edda viele Motive teilt. Die Götter sind unsterblich, die Menschen können es werden, wenn Moral und Kampftugend stimmen. Bis heute fasziniert die Liedersammlung mit ihrer archaischen Wucht und ihrem Reichtum an Formen und Inhalten. Lehrgedichte mit stark moralischem Impetus folgen auf Spottverse, dramatisch inszenierte Gefühlsausbrüche finden sich neben balladenhaften Episoden und epischen Kampfbeschreibungen. Auch wenn man sich als heutiger Leser dem Bann dämonischer Kräfte entkommen glaubt – die alten Mythen fühlen sich erstaunlich lebendig an.

Zusammenfassung

Die Weissagung der Seherin
Einst herrschte Harmonie unter den Menschen. Aber Kriege, Plagen und Sünde sind seit allem Anfang vorherbestimmt. Sie werden schließlich dazu führen, dass sich die Welt selbst auslöscht. Aus den Trümmern der alten wird dann eine neue Welt aufsteigen, deren „...
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Über den Autor

Die Autoren der Edda sind unbekannt. Längere Zeit wurde das Werk dem isländischen Geistlichen und Gelehrten Sæmundur Sigfússon (1056–1133) zugeschrieben, auf dessen Heimatort Oddi auch der Titel „Edda“ zurückzuführen sein könnte. Der heutige Stand der Forschung liefert jedoch keinerlei Anhaltspunkte für die Urheberschaft Sigfússons – vieles weist eher auf das Gegenteil hin.Überhaupt scheint die eindeutige Bestimmung einer Autorschaft der damaligen Praxis einer hauptsächlich mündlichen Überlieferung über viele Generationen kaum angemessen. Allein die orthografische Entwicklung der altisländischen Sprache deutet darauf hin, dass es sich bei der ältesten erhaltenen Niederschrift der Edda lediglich um die Kopie einer anderen Handschrift handelt. Gleichzeitig genügen viele Edda-Lieder hohen Ansprüchen an Strophen- und Reimform und zeigen eine ausgefeilte Dramaturgie. Diese literarische Qualität lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bei manchen der anonymen Dichter um herausragende Könner gehandelt haben muss.


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