Zusammenfassung von Die Flüchtige

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Band 6

Paris 1925
Diese Ausgabe: Suhrkamp, Mehr

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Die Flüchtige Buchzusammenfassung
Der sechste Band von Prousts Jahrhundertwerk: Liebe, Freundschaft, Trauer – nichts bleibt außer einer flüchtigen Erinnerung.

Rezension

Die Flüchtige ist Teil von Prousts Lebenswerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Der Ich-Erzähler Marcel berichtet darin von seinem Versuch, seine lebenslange Schreibblockade zu überwinden und seinem müßigen Leben einen Sinn zu verleihen. In diesem sechsten von sieben Bänden ist das Licht am Ende des Tunnels bereits in Sicht. Denn der Schlüssel zur Erschaffung von Kunst liegt in der Erinnerung, und die ist in diesem Buch allgegenwärtig: Nach Albertines Flucht und ihrem Tod lässt Marcel seine Geliebte in der Vorstellung wiederauferstehen. Er stemmt sich gegen das Vergessen, indem er seiner Eifersucht neue Nahrung zuführt. Dennoch kann er nicht verhindern, dass Albertine sich langsam verflüchtigt und ihm schließlich gleichgültig wird. Proust schuf mit dieser Schilderung manischer Selbsterforschung ein beklemmendes Bild menschlicher Trauer. Er selbst hielt es für das am besten geschriebene seiner Werke – eine Einschätzung, die viele Kritiker zur Zeit der Erstveröffentlichung 1925 nicht teilten. Zu düster und obsessiv, lautete ihr Urteil. Aus heutiger Sicht möchte man eher sagen: entsetzlich ehrlich.

Zusammenfassung

Tödlicher Ausbruch
„Mademoiselle Albertine ist fort!“ – Die hämischen Worte der Haushälterin Françoise treffen Marcel wie ein Hammerschlag. Sein Wunsch, sich von der Freundin zu trennen und allein nach Venedig zu reisen, ist vergessen. Nun überlegt er fieberhaft, warum...
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Über den Autor

Marcel Proust wird am 10. Juli 1871 in Auteuil bei Paris geboren. Sein Vater ist ein berühmter Arzt, die Mutter stammt aus einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie. Ab 1878 verbringt er die Ferien in dem Dorf Illiers bei Chartre, das später als Vorbild für das fiktive Combray dienen wird. 1881 erleidet der kränkliche Proust seinen ersten Asthmaanfall. Ab dem Folgejahr besucht er das Lycée Condorcet, wo er zusammen mit Schulkameraden verschiedene literarische Zeitschriften herausbringt. Nach dem Abitur dient Proust trotz seiner schwachen Gesundheit für ein Jahr in der Armee in Orléans. Anschließend studiert er Politik und Jura, bricht ab und macht in Philosophie und Literatur einen Abschluss. Auf Druck seines Vaters nimmt er 1895 eine unbezahlte Stelle als Bibliothekar an, lässt sich aber bald darauf krankschreiben. Sein nach außen hin müßiges Leben, die exzellenten Verbindungen zum Adel sowie die Besuche in den schicksten Pariser Salons verschaffen ihm den Ruf eines Snobs und gesellschaftlichen Emporkömmlings. Der Autor kämpft zeitlebens mit seiner Homosexualität, die sein Vater ihm während seiner Jugend noch durch einen Bordellbesuch hat austreiben wollen. Proust hat zahlreiche Liebhaber, bekennt sich aber nie offen zu seiner sexuellen Orientierung. 1896 erscheint sein erstes Buch, die Kurzgeschichtensammlung Les plaisirs et les jours (Freuden und Tage). Mit einem Kritiker, der sich abschätzig darüber äußert, duelliert er sich. 1903 stirbt sein Vater und zwei Jahre darauf die über alles geliebte Mutter. Proust erbt ein Vermögen, das ihm ein arbeitsfreies Leben im Luxus ermöglicht. Doch seine Gesundheit verschlechtert sich zusehends. Er zieht sich mehr und mehr in das Schlafzimmer seiner Pariser Wohnung zurück und arbeitet an seinem Lebenswerk À la recherche du temps perdu (Auf der Suche nach der verlorenen Zeit). Den ersten der sieben Bände gibt er 1913 auf eigene Kosten heraus. Die letzten drei veröffentlicht sein Bruder posthum bis 1927. Marcel Proust stirbt am 18. November 1922 an einer Lungenentzündung.


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