Zusammenfassung von Die schwarze Spinne

Solothurn 1842
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Die schwarze Spinne Buchzusammenfassung
Uralt, aber immer wieder aktuell: die grauenerregende Bestie als Inbegriff des Bösen.

Rezension

Der immerwährende Kampf mit dem Bösen

Ein idyllisches Tauffest an einem herrlichen Frühlingstag wird zum Rahmen einer schaurigen Erzählung. Darin wird ein Tal im Berner Oberland zum Schauplatz des überzeitlichen Ringens zwischen den Kräften des Guten und den Mächten des Bösen. Wie in jeder gelungenen Fabel wird dieses Ringen ganz konkret in die Seelen und Handlungen von Menschen verlegt, die sich jeder vorstellen kann: Es geht um Bauern rund um den Hornbacherhof im Emmental. Sprachlich und inhaltlich angelehnt an die Sagenstoffe seiner Schweizer Heimat, gibt Jeremias Gotthelf die dramatischen Höhepunkte einer bäuerlichen Familiengeschichte als Exempel christlichen Wohlverhaltens und gelegentlicher katastrophaler Fehler wieder. Er beschreibt die Leib und Leben bedrohenden Abgründe, die sich auftun, wenn die Menschen die Werte einer gottgewollten Gesellschaftsordnung vergessen oder gar verleugnen. Mit später kaum mehr erreichter Eindringlichkeit schildert Gotthelf den schicksalhaften Ablauf des Geschehens um die schwarze Spinne. Moderne Kinobesucher denken dabei vielleicht mit Schaudern an eine verwandte Kreatur: die Bestie aus Alien.

Zusammenfassung

Vorbereitungen zum Tauffest
Unter einem prachtvollen Alpenhimmel, umgeben von idyllischer Natur, rüstet man sich auf einem wohlhabenden Gehöft im schweizerischen Emmental zu einem Tauffest. Es ist der Morgen des Himmelfahrtstages. Alles blüht. Rings um das Haus legen Mägde und Knechte...
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Über den Autor

Jeremias Gotthelf heißt mit bürgerlichem Namen Albert Bitzius. Sein schriftstellerisches Pseudonym übernimmt er von der Titelfigur eines seiner Romane: Der Bauernspiegel oder Lebensgeschichte des Jeremias Gotthelf, von ihm selbst beschrieben, veröffentlicht 1837. Als Sohn eines protestantischen Pfarrers wird er am 4. Oktober 1797 in Murten im Schweizer Kanton Freiburg geboren. Wie sein Vater schlägt er eine theologische Laufbahn ein und studiert in Bern und Göttingen. Ab 1831 wirkt er in Lützelflüh im Emmental zunächst als Vikar, ab 1832 als Pfarrer. Wenige Jahre später beginnt er seine schriftstellerische Tätigkeit, zunächst als Mitarbeiter am liberalen Berner Volksfreund. 1833 heiratet Gotthelf Henriette Zeender, eine Pfarrerstochter; dieser Ehe entstammen drei Kinder. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit wird Gotthelf zeitweise auch mit Verwaltungsaufgaben im Schulwesen befasst. Außerdem beginnt er nach der Niederlassung in Lützelflüh sein ebenso umfangreiches wie erfolgreiches literarisches Werk zu schreiben. Die Schauplätze von Gotthelfs Romanen und Erzählungen sind meist die Orte seiner bäuerisch geprägten schweizerischen Heimat. Obwohl er eigentlich aus der gebildeten, städtischen Berner Oberschicht stammt, vertritt er ein zunehmend konservatives Weltbild, im Gegensatz zu den liberalen und fortschrittlichen Strömungen und den einschneidenden Umbrüchen seiner Epoche. Neben der Novelle Die schwarze Spinne (1842) werden vor allem die Romane Uli der Knecht (1841) und Uli der Pächter (1849) einem breiteren Publikum bekannt. Gotthelf stirbt am 22. Oktober 1854 in seiner Pfarrgemeinde Lützelflüh.


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