Zusammenfassung von Die Verschwörung des Catilina

Rom um 41 v. Chr.
Diese Ausgabe: Reclam, Mehr

Buch kaufen

Die Verschwörung des Catilina Buchzusammenfassung
Ein gefährlicher Verschwörer hält Rom in Atem – und wird zur Hauptfigur der ersten geschichtlichen Monografie in lateinischer Sprache.

Rezension

Stilbildende Nüchternheit

Die Verschwörung des Catilina von Sallust ist ein Meilenstein der Geschichtsschreibung. Das Zusammenwirken von psychologischer Betrachtung, gesellschaftlicher Analyse und weitgehender historischer Objektivität darf als Urbild für populärwissenschaftliche Werke moderner Historiker gelten. Im Kontrast zu seinem Zeitgenossen Cicero, dem an der dramatischen Wirkung der geschliffenen Rede lag, ist Sallusts Werk ein Muster an sprachlicher Bescheidenheit, was einer sachlichen, aber moralischen Darstellung des Inhalts zugutekommt. Der ungeschönte, nüchterne Stil wurde zum Vorbild ganzer Generationen historischer Autoren – bei allen Cicero-Fans hingegen zum Sinnbild sprachlicher Magerkost. Die sprachliche Schlichtheit macht die Lektüre aber nicht unbedingt leichter: Wo Sallust etwa die Rollen der einzelnen Verschwörer herunterrattert, erschließen sich die Zusammenhänge dem modernen Leser nur mühsam. Dennoch ist Sallusts detaillierte Schilderung der catilinarischen Verschwörung ein überaus spannender historischer Krimi, der auch heutige Leser noch zu fesseln vermag.

Zusammenfassung

Wege zum Ruhm
Das Göttliche im Menschen ist sein Geist, sein Körper ist das Tierische. Wer bleibenden Ruhm erlangen will, muss den Weg des Geistes gehen, denn Körperkraft und Schönheit sind vergänglich, der verwirklichte Gedanke aber bleibt. Menschen, die sich körperliche Vergnügungen ...
Lesen Sie die Hauptaussagen dieses Buches in weniger als 10 Minuten. Erfahren Sie mehr über unsere Produkte. oder loggen Sie sich ein.

Über den Autor

Sallust (mit vollem Namen Gaius Sallustius Crispus) wird 86 v. Chr. in Amiternum, rund 125 Kilometer nördlich von Rom, geboren. Als Sohn einer wohlhabenden, ritterlich-bürgerlichen Familie wird ihm eine ausgezeichnete Bildung zuteil. Als Kind erlebt er die Gewaltherrschaft des Sulla und wird Zeuge des Spartakus-Aufstands. Schon früh interessiert er sich für Politik. Im Jahr 55 oder 54 v. Chr. wird er Quästor, 52 Volkstribun. Er ist ein „Homo novus“ – so bezeichnet man Männer, die als erste Vertreter ihrer Familie in den Senat einziehen. Dort gehört er zur volksnahen Partei der sogenannten Popularen, die den aristokratischen Optimaten gegenübersteht. Sallust ist ein enger Vertrauter von Caesar. 50 v. Chr. wird er wegen einer außerehelichen Affäre aus dem Senat ausgeschlossen, später jedoch von Caesar wieder mit Ämtern betraut. Nach dem römischen Bürgerkrieg, an dem Sallust aufseiten Caesars gegen Pompeius kämpft, wird er nach Caesars Sieg Statthalter der Provinz Africa Nova. Wie alle Statthalter Roms bereichert er sich in dieser Stellung. Einen Prozess deswegen kann Sallust mithilfe seines Gönners Caesar abwenden. Nach der Ermordung Caesars 44 v. Chr. zieht sich Sallust aus der Politik zurück und setzt sich auf seinem luxuriösen Anwesen in Rom, das später von Kaisern als Residenz genutzt wird, zur Ruhe. Hier widmet er sich in den zehn Jahren bis zu seinem Tod der Aufgabe, Schlaglichter der römischen Geschichte schriftlich festzuhalten. Von ihm erhalten sind Die Verschwörung des Catilina (De coniuratione Catilinae), Der Krieg mit Jugurtha (De bello Iugurthino) und die Historiae. Sein knapper, archaisierender Erzählstil wird zu seinem Markenzeichen. Sallust stirbt 35 oder 34 v. Chr. in Rom.


Kommentar abgeben

Mehr zum Thema

Mehr in den Kategorien