Zusammenfassung von Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie

Wien, Leipzig 1905
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Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie Buchzusammenfassung
Freuds revolutionäre Aufsätze über Sexualität als Urmaterie des Psychischen.

Rezension

Bahnbrechendes Werk zur Sexualität

Die Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie stehen gemeinsam mit der Traumdeutung im Zentrum von Freuds psychoanalytischer Weltdeutung. Freud war Doktor der Medizin und betrachtete seine Überlegungen als exakte Wissenschaft, wenn auch im Bewusstsein, dass die genaue chemische Funktionsweise der psychischen Vorgänge noch der Klärung bedurfte. Entgegen seiner Hoffnung hat sich aus der Psychoanalyse jedoch keine Schlüsseldisziplin der Humanwissenschaften entwickelt. Vielmehr ist sie im Großen und Ganzen geblieben, was sie bereits zur Zeit ihrer Entstehung war: ein gewagtes, gewaltiges, mehr literarisches als medizinisches System zur Deutung unseres Seelenlebens. Einiges hat sich als psychologisches Allgemeinwissen oder doch zumindest als fruchtbarer Ansatz erhalten: die These von der Existenz einer frühkindlichen Sexualität, die Unterscheidung des Geschlechtstriebs in Sexualziel und Sexualobjekt oder die Entdeckung eines Kontinuums zwischen perverser und normaler Sexualität. Dies alles findet sich in den Drei Abhandlungen, dem Pionierwerk der sexuellen Befreiung. Ebenso wie jene Konzepte, die man heute kritisch betrachtet: Ödipuskomplex, Kastrationsangst, Penisneid oder die Desavouierung des klitoralen Orgasmus – brillant dargelegt von einem der größten Meister der deutschen Sprache.

Zusammenfassung

Der Geschlechtstrieb
Vom Geschlechtstrieb des Menschen, der sogenannten Libido, nahm man bisher allgemein an, er setze erst mit der Pubertät ein. Das ist aber vermutlich falsch. Libido ist auch nicht, wie etwa von C. G. Jung angenommen, die Gesamtheit der psychischen Energie, sondern...
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Über den Autor

Sigmund Freud wird am 6. Mai 1856 im mährischen Freiberg, in der heutigen Tschechischen Republik, geboren. Sein Vater ist ein erfolgreicher jüdischer Kaufmann. Vier Jahre nach Sigmunds Geburt zieht die Familie nach Wien. Hier absolviert Freud das Gymnasium und beginnt anschließend ein Medizinstudium. Von 1876 bis 1882 ist er als Assistent im physiologischen Laboratorium tätig und erforscht unter anderem das Nervensystem von Aalen. Seine Promotion erhält er 1881. Im Jahr darauf lernt er seine spätere Frau Martha Bernays kennen. Nach einigen Jahren am Allgemeinen Krankenhaus fährt er 1885 nach Paris, um sich vom dortigen Professor Charcot in der Kunst der Hypnose ausbilden zu lassen. In Paris setzt er sich mit der Hysterie als Krankheit auseinander – und lernt, wie diese mithilfe der Hypnose ansatzweise kuriert werden kann. 1886 kehrt Freud nach Wien zurück und eröffnet seine Privatpraxis. Zusammen mit Josef Breuer veröffentlicht er 1895 die Studien über Hysterie. Gleichzeitig beginnt er, seine eigenen Träume zu analysieren. 1896 bezeichnet er seine Therapieform zum ersten Mal mit dem Begriff „Psychoanalyse“. 1900 erscheint Die Traumdeutung, Freuds erste größere theoretische Arbeit. In Wien gründet er zusammen mit einigen Anhängern die Psychoanalytische Gesellschaft. Jahrbücher und Kongresse folgen und ein enger Kreis von Freudianern schart sich um den Wiener Psychoanalytiker. Doch ab 1911 verlassen ihn einige Mitglieder, unter ihnen Alfred Adler und Carl Gustav Jung, weil sie sich von Freuds teilweise dogmatischen Ansichten unter Druck gesetzt fühlen und eigene Theorien vertreten. Trotz eines Krebsleidens bleibt Freud hochproduktiv. Zu seinen wichtigsten Schriften gehören Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905), Totem und Tabu (1913), Jenseits des Lustprinzips (1920), Das Ich und das Es (1923) sowie Das Unbehagen in der Kultur (1930). Nach Hitlers Einmarsch in Österreich flieht Freud nach London, wo er am 23. September 1939 an einer Überdosis Morphium stirbt.


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