Zusammenfassung von Eugen Onegin

Moskau 1879
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Eugen Onegin Buchzusammenfassung
In seiner bedeutendsten Oper vertonte Tschaikowsky ein Schlüsselwerk der russischen Literatur: „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin.

Rezension

Verhindertes Liebesglück

Neben seinen Ballettmusiken und Sinfonien ist Tschaikowsky besonders für seine einfühlsamen Vertonungen lyrischer Werke des russischen Dichters Alexander Puschkin bekannt. Eine Lesung aus dessen Versroman Eugen Onegin hatte es ihm so angetan, dass er unverzüglich mit der Komposition der darauf beruhenden Oper begann. Er bezeichnete das Werk allerdings bewusst nicht als Oper, sondern als "Lyrische Szenen in drei Akten". Das Thema "verhindertes Liebesglück" spielte auch in seinem eigenen Leben eine Rolle. Nachdem sich die schwärmerische Gutsbesitzertochter Tatjana auf den ersten Blick in den Lebemann Eugen Onegin verliebt hat, gesteht sie ihm ihre Gefühle in einem Brief. Onegin weist zwar nicht ihre Liebe, wohl aber ihre romantischen Ehevorstellungen zurück. Aufgrund eines Missverständnisses tötet er wenig später seinen Freund Lenski, den Bräutigam von Tatjanas Schwester, im Duell. Nach 16 Jahren sehen sich Onegin und Tatjana wieder und lieben sich immer noch. Doch nun sind die Rollen vertauscht: Onegin macht der verheirateten Tatjana den Antrag, mit ihm zu kommen, und sie erteilt ihm schweren Herzens eine Absage. Die dramatischen Verstrickungen zweier Liebender, die sich stets im falschen Augenblick begegnen, boten Tschaikowsky reichlich Gelegenheit, die literarische Vorlage nuanciert in Musiksprache zu übersetzen. Eugen Onegin wurde ein Welterfolg und Tschaikowsky ein gefeierter Komponist, dem allerdings im privaten Leben das Glück versagt blieb.

Zusammenfassung

Akt, 1. Bild: Besuch zweier Herren Das Vorspiel beginnt mit einem schwermütig-sehnsuchtsvollen, mehrmals variierten Motiv in Moll, das später noch mehrfach auftaucht und mit der weiblichen Hauptfigur verbunden ist. Dieses Motiv hat zwar nichts Volksliedhaftes, klingt...
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Über den Autor

Peter Iljitsch Tschaikowsky gilt als bedeutendster russischer Komponist des 19. Jahrhunderts. Er wird am 7. Mai 1840 in Wotkinsk (Ural) geboren. Nach dem Willen seines Vaters soll er Beamter werden, er studiert in St. Petersburg Jura und tritt 1859 in ein Ministerium ein. Schon als Kind im Klavierspiel unterrichtet, entschließt er sich ab 1861 zu einem Musikstudium am Konservatorium; dessen Gründer Anton Rubinstein ist einer seiner Lehrer. 1866 wird Tschaikowsky von Rubinsteins Bruder eine Position als Lehrer an einer Zweigstelle des Konservatoriums in Moskau vermittelt. Er arbeitet auch als Dirigent und Kritiker und vollbringt erste Kompositionen. Wegen Arbeitsüberlastung wird er zu einer Erholungspause gezwungen und hält sich 1876 in Bayreuth auf, wo er der Eröffnung des Festspielhauses und der Erstaufführung von Richard Wagners Ring des Nibelungen beiwohnt - und diese als Qual empfindet. Dank einer Brieffreundschaft zu seiner Gönnerin Nadeshda von Meck, die ihn fortan mit einer Apanage von 6000 Rubel jährlich unterstützt, kann er sich in finanzieller Unabhängigkeit ganz seinem musikalischen Schaffen widmen. 1877 ist sein Krisenjahr, in dem ihn die unglückselige Heirat mit einer glühenden Verehrerin fast in den Selbstmord treibt. In der Folge reist er durch Europa, vor allem als Konzertdirigent. 1891 unternimmt er auch eine Konzertreise in die USA. Bei seinem plötzlichen Tod am 25. Oktober 1893 in St. Petersburg hinterlässt Tschaikowsky ein umfangreiches Werk: sieben Sinfonien, etliche weitere Orchesterwerke und Kammermusiken, drei Ballette (Schwanensee, Dornröschen, Der Nussknacker) und zehn Opern, darunter Eugen Onegin (1879) und Pique Dame (1890). Alexander Puschkin (1799-1837) ist einer der größten russischen Dichter, er gilt als der eigentliche Schöpfer der russischen Literatursprache. Der Versroman Eugen Onegin wird als sein Hauptwerk betrachtet. Puschkin stirbt, wie der Dichter Lenski in Eugen Onegin, bei einem Duell, im Alter von nur 38 Jahren. Das Libretto zur gleichnamigen Oper fertigt Tschaikowsky mithilfe des Musikdramaturgen Konstantin Schilowski an, unter direkter Verwendung von Textpassagen aus Puschkins Dichtung.


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