Zusammenfassung von Gösta Berling

Stockholm 1891
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Gösta Berling Buchzusammenfassung
Das moderne schwedische Nationalepos: Ein Pfarrer muss durch alle Tiefen des Lebens und der Liebe gehen, um ein guter Mensch zu werden.

Rezension

Das moderne schwedische Nationalepos

Gösta Berling ist ein Roman über Schweden, ein Roman über Buße, Ehre und harte Arbeit, vor allem aber ein Roman über die Liebe. All deren Facetten werden von Selma Lagerlöf aufs Feinste dargestellt: die unerfüllte und die lächerliche, die kurze und heftige, die oberflächliche und die ewige, nicht zu tilgende Liebe. Sämtliche Episoden, die im Roman erzählt werden, widmen sich am Ende nur diesem einen Thema, und doch ist kein Detail überflüssig, immer gelingt es der Autorin, Altbekanntes auf neue Weise darzustellen. In oft überschwänglicher Sprache breitet Selma Lagerlöf eine eigene kleine Welt vor dem Leser aus, in der das höchste der Gefühle die Armut erträglich macht und den ewigen Jungen Gösta zum ernsthaften Mann reifen lässt. Lagerlöfs sicheres Gespür für die menschliche Psyche und ihr warmherziges Einfühlungsvermögen haben die kauzigen Figuren des Romans zu den bekanntesten und beliebtesten der schwedischen Literatur werden lassen. Auch über 100 Jahre nach Erscheinen des Buchs bleiben seine Liebes- und Lebensgeschichten im wahrsten Sinne des Wortes merkwürdig.

Zusammenfassung

Ein schöner Trunkenbold
Anfang der 1820er Jahre in einem kleinen Dorf im schwedischen Värmland: Der schöne Pfarrer Gösta Berling betritt zum letzten Mal die Kanzel. Seine Gemeinde hat den Bischof zu Hilfe gerufen, weil Gösta in letzter Zeit sonntags lieber trank, als den ...
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Über den Autor

Selma Lagerlöf wird am 20. November 1858 in Värmland (Schweden) geboren und wächst auf dem Gut Mårbacka ihres Vaters Leutnant Erik Gustav Lagerlöf auf. Ihre Kindheit wird sie 1930 in ihrer Autobiografie Ett barns memoarer (Aus meinen Kindertagen) schildern. Als Vierjährige erkrankt sie schwer an Kinderlähmung und muss sich in den folgenden Jahren verschiedenen Therapien zur Heilung des daraus resultierenden Hüftleidens unterziehen. Trotzdem wird sie ein Leben lang hinken. Bereits mit 15 Jahren verfasst Lagerlöf die ersten Gedichte. Nachdem sie einige Jahre Privatunterricht erhalten hat, geht sie ab 1882 auf ein Mädchengymnasium in Stockholm und lässt sich anschließend zur Volksschullehrerin ausbilden. Nach dem Tod des Vaters 1885 muss das Familiengut veräußert werden – 1908 kauft Selma es zurück. 1891 erscheint Gösta Berlings saga (Gösta Berling), womit ihr gut ein Jahr später der weltweite Durchbruch gelingt. Ab 1895 bereist die junge Autorin aufgrund eines Stipendiums ganz Europa, Nordafrika und den Nahen Osten. In den Jahren 1897–1907 veröffentlicht Lagerlöf zahlreiche weitere Erzählungen, darunter auch das weltberühmte Kinderbuch Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige (Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen, 1906). 1909 erhält sie als erste Frau den Literaturnobelpreis, 1914 wird sie das erste weibliche Mitglied der Schwedischen Akademie. Ab 1933 setzt sich die Autorin für die Rettung jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland ein und ist u. a. an der Flucht der Lyrikerin Nelly Sachs beteiligt. Nur im historischen Zusammenhang verständlich ist, dass die sozial überaus engagierte Schriftstellerin das „Rassenbiologische Institut“ des Nazi-Sympathisanten Herman Lundborg unterstützt. Nach einem schweren Schlaganfall stirbt Selma Lagerlöf am 16. März 1940 auf ihrem geliebten Gut Mårbacka.


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