Zusammenfassung von Jürg Jenatsch

Eine Bündnergeschichte

Leipzig 1876
Diese Ausgabe: Insel, Mehr

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Jürg Jenatsch Buchzusammenfassung
Der andere schweizerische Nationalheld neben Wilhelm Tell: Jürg Jenatsch kämpft für die Freiheit seines Landes.

Rezension

Der andere Schweizer Nationalheld

Graubünden zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Das Land wird zum Spielball der europäischen Großmächte. Spanien und Österreich ebenso wie Frankreich und Venezien wollen die Bündner Alpenpässe erobern, die Landschaft Veltlin wird von den Spaniern besetzt. Volksheld Jürg Jenatsch, den Conrad Ferdinand Meyer zum Titelhelden seines Romans macht, versucht seiner vom Religionskrieg zerrissenen Heimat wieder zur Freiheit zu verhelfen – mit allen Mitteln. Meyer beschreibt den Lebensweg des Schweizers, der vom protestantischen Pfarrer zum Söldner und Freiheitskämpfer für Bünden wird. Dabei macht der Autor mit der Faszination dieser urwüchsigen Gestalt auch ihr Dilemma sichtbar: Jenatsch, der sich nach Frieden und Freiheit sehnt, kann seine politischen Ziele nur durchsetzen, indem er über Leichen geht. Am Ende verrät er sogar seine protestantischen Landsleute, indem er katholisch wird und sich mit den verhassten Spaniern verbündet. Die Geschichte um Jürg Jenatsch gehört zu den Gründungsmythen des Schweizer Kantons Graubünden. Conrad Ferdinand Meyer hat sie 1876 in diesem spannenden historischen Roman literarisch verewigt.

Zusammenfassung

Die Reise des Herrn Waser
Hermann Waser, ein junger Amtsschreiber aus Zürich, wandert durchs Bündnerland. Auf seinem Weg trifft er unerwartet einen alten Bekannten, den Freiherrn Pompejus Planta, der mit seiner Tochter Lucretia und dem Diener Lucas unterwegs...
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Über den Autor

Conrad Ferdinand Meyer wird am 11. Oktober 1825 als Sohn einer großbürgerlichen Familie in Zürich geboren. Seine sorglose Kindheit nimmt mit dem Tod des Vaters 1840 ein jähes Ende. Die fromme calvinistische Mutter will ihren Ältesten an sich binden. Conrad leidet zunehmend unter Depressionen und verschlechtert sich in der Schule. Später scheitert er an einem Jurastudium. 1852 findet seine Lebenskrise ihren Höhepunkt. Meyer wird in eine Nervenheilanstalt bei Neuenburg eingeliefert. Erst nach dem Tod der Mutter (sie begeht 1856 Selbstmord) gelingt es ihm, sich von ihren Ansprüchen frei zu machen. Er geht jetzt konsequent seinen literarischen und historischen Ambitionen nach, was ihm durch eine Erbschaft erleichtert wird, die ihn finanziell unabhängig macht. Gemeinsam mit seiner Schwester Betsy unternimmt er Reisen nach Paris und Italien, wo sich seine Liebe zur Klassik und Renaissance bildet. Langsam stellt sich die öffentliche Anerkennung für Meyers Novellen und Balladen ein. Besonders seine Versdichtungen, darunter Huttens letzte Tage (1871), machen ihn auch in Deutschland bekannt. Meyer heiratet erst mit fast 50 Jahren. Seine Frau Luise Ziegler stammt aus einer der führenden Zürcher Familien; durch die Hochzeit erlangt er gesellschaftliches Ansehen. Berühmt werden neben dem Roman Jürg Jenatsch (1876), der Meyer den Durchbruch als Autor bringt, die Novellen Der Schuss von der Kanzel (1878) und Gustav Adolfs Page (1882). Die Sammlung Gedichte lässt Meyer zu einem der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker werden, besonders beliebt sind Der römische Brunnen, Wetterleuchten und Schwarzschattende Kastanie. 1891 wird Meyer erneut wegen Depressionen in eine Heilanstalt eingeliefert. Er erholt sich nicht mehr und wird bis zu seinem Tod am 28. November 1898 in seinem Haus in Kilchberg bei Zürich von Frau und Tochter gepflegt.


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