Zusammenfassung von Lolita

Paris 1955
Diese Ausgabe: Rowohlt, Mehr

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Lolita Buchzusammenfassung
Einer der skandalumwittertsten Romane des 20. Jahrhunderts. Pornographie oder literarisches Meisterwerk? Urteilen Sie selbst.

Rezension

Der erwachsene Mann und das Nymphchen

Vladimir Nabokovs Erfolgs- und Skandalroman Lolita ist ein vielfach missverstandenes Buch. Man hat es als bloßen pornographischen Text verurteilt oder umgekehrt als moralische Schrift angesehen. Beide Sichtweisen werden dem Roman jedoch nicht gerecht. Es geht dem Autor nicht vorrangig um die Darstellung zweifelhafter sexueller Neigungen, aber ebenso wenig lässt sich die Aussage des Buches auf irgendeine Moral reduzieren. Lolita ist ein sehr vielschichtiger Text: die psychologisch ausgefeilte Innenansicht eines Pädophilen, der seine Neigungen lange nur in der Phantasie ausleben kann, bis er durch "glückliche" Umstände zur einzigen Bezugsperson eines zwölfjährigen Mädchens wird. Die daraus entstehende Beziehung ist für ihn die Erfüllung seiner Träume - und zerstört zugleich sein Leben und auch das Leben Lolitas. Zu Recht gilt der Roman als das Hauptwerk des Russen Nabokov, der seine großen Erfolge auf Englisch schrieb. Die psychologische Darstellung ist ebenso überzeugend wie der virtuose Umgang des Autors mit Sprache und Textkomposition. Der Roman ist Lebensbeichte, Liebesgeschichte, Kriminalroman und psychologische Studie zugleich - ein moderner Klassiker.

Zusammenfassung

Kindheit und erste Liebe
Im Gefängnis blickt Humbert Humbert auf sein bisheriges Leben zurück und versucht, Erklärungen für seine besonderen sexuellen Neigungen zu finden: Humbert ist ein Pädophiler. Im Alter von drei Jahren hat er seine Mutter verloren, er hat keine Erinnerung mehr an...
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Über den Autor

Vladimir Nabokov ist einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Sein Werk lässt sich keiner literarischen Richtung zuordnen; ebenso wenig kann man ihn als eindeutig russischen oder amerikanischen Autor bezeichnen. Geboren wird er am 23. April 1899 als ältester Sohn einer russischen Adelsfamilie in St. Petersburg. Bereits als Jugendlicher veröffentlicht er Gedichte. Als er 20 Jahre alt ist, flüchtet die Familie vor den Wirren der Revolution nach England. Nach einem Studium der russischen und französischen Literatur in Cambridge lebt er von 1921 bis 1937 in Berlin. Hier entstehen zahlreiche literarische Werke - Gedichte, Erzählungen und Romane - in russischer Sprache, die er unter dem Pseudonym W. Sirin in Emigrantenzeitungen veröffentlicht. Nach Maschenka, seinem ersten Roman, sind hier u. a. die Romane Lushins Verteidigung, Einladung zur Enthauptung und Die Gabe zu nennen. 1925 heiratet er die russische Jüdin Vera Slonim, neun Jahre später wird sein Sohn Dmitri geboren. Um den zunehmenden Repressalien im nationalsozialistischen Deutschland zu entgehen, siedelt die Familie 1937 nach Frankreich über, ehe sie 1940 in die USA emigriert. Hier ist Nabokov als Schmetterlingsexperte sowie als Übersetzer, Lektor und Professor für Literatur tätig. Den ersten Roman in englischer Sprache, Das wahre Leben des Sebastian Knight, hat er noch in Frankreich verfasst, nun folgen weitere Werke auf Englisch: Das Bastardzeichen, Andere Ufer und Pnin. Während seine Veröffentlichungen in russischer Sprache weitgehend unbeachtet geblieben sind, wird er nun einem größeren Leserkreis bekannt, ehe er mit dem Erscheinen von Lolita international den Durchbruch schafft. Nach dem Erfolg dieses Romans gibt Nabokov seine Lehrtätigkeit auf und geht 1960 nach Europa zurück, wo er in einem Hotel in Montreux am Genfersee lebt. Zu den wichtigsten Werken aus dieser Schweizer Schaffensphase zählen die Romane Fahles Feuer, Ada oder Das Verlangen und Sieh doch die Harlekins! Am 2. Juli 1977 stirbt Vladimir Nabokov in Lausanne.


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