Zusammenfassung von Nachts unter der steinernen Brücke

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Nachts unter der steinernen Brücke Buchzusammenfassung
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Rezension

Der Roman des jüdischen Prag

Was verbindet einen notorisch klammen Kaiser und einen sagenhaft reichen Juden? Mehr als ihnen lieb und mehr als ihnen bewusst ist, mehr jedenfalls als nur Geldangelegenheiten. Leo Perutzʼ Roman Nachts unter der steinernen Brücke ist ein mystisch-magisches Meisterwerk voll ironischer Volten und mit einer tragischen Liebe im Zentrum. Er ist überaus raffiniert aufgebaut: Der Leser muss regelrecht mithelfen, das Puzzle der Geld- und Liebesverstrickungen zusammenzusetzen. Alles wird von einer Grundmelancholie durchzogen, denn die Hauptfiguren haben ihre glücklichen Zeiten schon lange hinter sich. Auch die Zeit, in der die Handlung spielt – um 1600 –, ist lange vorbei, und doch wird die Zeit, wird der Ort Prag, werden die Figuren so plastisch, als wäre man mitten unter ihnen. Es geht um Menschliches, Allzumenschliches, um Glück und Pech, oft auch um eine warme Mahlzeit. Perutz hielt mit diesem Roman, den er 1924 begann und 1951 beendete, eine untergegangene Epoche fest: die reiche Kultur des jüdischen Lebens im alten Prag.

Über den Autor

Leo Perutz wird am 2. November 1882 in Prag als ältestes von vier Kindern eines jüdischen Textilfabrikanten geboren. Er ist ein schlechter Schüler und wechselt mehrfach die Schule. Ab 1905 studiert er in Wien Volkswirtschaft und Versicherungsmathematik. In dieser Zeit beginnt er zu schreiben und veröffentlicht erste Texte in Zeitschriften. 1907 tritt er eine Stelle als Versicherungsmathematiker in Triest an. Perutz publiziert Fachartikel und entwickelt die nach ihm benannte Perutzʼsche Ausgleichsformel. 1915 erscheint Die dritte Kugel, sein erster Roman, der auf Anhieb ein Erfolg wird. Im selben Jahr wird er zum Kriegsdienst eingezogen, 1916 kommt er an die russische Front. Nach einem Lungenschuss ist er für längere Zeit im Lazarett, 1917 kommt er ins Kriegspressequartier, wo er den „rasenden Reporter“ Egon Erwin Kisch kennenlernt. 1918 heiratet er Ida Weil, aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Es beginnt eine literarisch produktive Zeit, Perutz schreibt sechs Romane, die von der Kritik gelobt werden und sich gut verkaufen – besonders gut Der Meister des Jüngsten Tages (1923) und Wohin rollst du, Äpfelchen … (1928). Durch seinen Erfolg kommt er mit vielen bekannten Schriftstellern in Kontakt, etwa mit Bertolt Brecht, Robert Musil und Franz Werfel. 1928 stirbt Ida Perutz nach der Geburt ihres Sohnes Felix. Ihr Tod stürzt Perutz in eine schwere Krise, er zieht sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Auch macht ihm die Wirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre zu schaffen, und ab 1933 fällt dann der deutsche Buchmarkt ganz für ihn weg. 1935 heiratet er erneut. Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlers Deutschland 1938 flieht Perutz mit seiner Familie nach Tel Aviv. In Palästina ist es schwer für ihn: Als assimilierter Jude hat er wenig Interesse am Zionismus, er weigert sich, Hebräisch zu lernen, und vermisst die kulturelle Atmosphäre Wiens. Nach der Gründung Israels fühlt er sich noch unwohler, weil er jeglichen Nationalismus und die Vertreibung der Araber ablehnt. Literarisch kann er nirgends mehr Fuß fassen. 1953 erscheint Nachts unter der steinernen Brücke. Ab 1952 verbringt Perutz stets die Sommermonate in Wien und in Bad Ischl. Dort stirbt er überraschend am 25. August 1957.

 

Zusammenfassung

Die Pest in der Judenstadt
Im Jahr 1589 sterben in der Prager Judenstadt scharenweise Kinder an der Pest. Koppel-Bär und Jäckele-Narr, die ihr Geld damit verdienen, bei Feiern die Leute zu belustigen, verdienen in diesen Zeiten nichts und suchen daher auf dem Friedhof...

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