Zusammenfassung von Phaidros

Athen um 370 v. Chr.
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Phaidros Buchzusammenfassung
Platons einflussreiches Spätwerk über Rhetorik, Eros und Pädagogik.

Rezension

Rhetorik, Eros und Pädagogik

Auf den ersten Blick ist Platons Phaidros ein zerrissenes Werk, das von ganz verschiedenen Dingen handelt: vom Schönen, vom Wesen des Eros, von dessen pädagogischem Einfluss auf die Seele sowie von den Kriterien guter Rhetorik. Bei genauerer Betrachtung aber hängen diese Themen eng zusammen. Das Schöne setzt den philosophischen Eros überhaupt erst in Kraft, der als Sehnsucht nach Weisheit und Wahrheit die Voraussetzung für eine gute, das heißt wahre Rede ist. Platon grenzt sich damit deutlich von den Sophisten ab, denen er vorwirft, sie orientierten sich am Schein und lehrten eine rein technische Redekunst, ohne sich um Inhalte zu scheren. Er selbst versteht unter Rhetorik eine Art Seelenführung: Eine gute Rede – ob öffentlich oder privat – legt den Keim einer Wahrheit in die Seele. Doch das Thema Rhetorik ist nur ein Aspekt dieses schmalen, aber reichhaltigen Werkes. Im Zentrum steht Platons berühmter Mythos von der Seele als einem geflügelten Zweigespann sowie ein Loblied auf die Knabenliebe, das bis in heutige Diskussionen über den pädagogischen Eros nachhallt.

Zusammenfassung

Die Krankheit Liebe
Sokrates trifft auf der Straße zufällig den jungen Phaidros, der gerade von Lysias kommt. Die halbe Nacht hat Phaidros bei dem berühmten Schriftsteller und Redner verbracht und seiner Rede über die Vorzüge der Freundschaft gegenüber der Liebe gelauscht...
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Über den Autor

Platon gilt als einer der größten philosophischen Denker aller Zeiten. Zusammen mit seinem Lehrer Sokrates und seinem Schüler Aristoteles bildet er das Dreigestirn am Beginn der westlichen Philosophie. Platon wird 427 v. Chr. in Athen geboren, als Sohn des Ariston, der ein Nachfahre des letzten Königs von Athen, Kodros, ist. Aus diesen aristokratischen Kreisen stammend, scheint Platons Lebensweg vorgezeichnet. Doch die Politik verliert schnell ihren Reiz für ihn, als er sieht, wie seine beiden Onkel Charmides und Kritias als zwei der 30 Tyrannen in Athen herrschen. Diese Oligarchie wird den Athenern im Jahr 404 v. Chr. von den im Peloponnesischen Krieg siegreichen Spartanern aufgezwungen. Platon betrachtet die Politik fortan mit einem gewissen Abscheu – ganz los lässt sie ihn aber nicht. Er wird ein Schüler des Sokrates und verurteilt dessen Hinrichtung im Jahr 399 v. Chr. aufs Schärfste. Fortan kürt er Sokrates zum Hauptdarsteller seiner philosophischen Schriften: 13 Briefe und 41 philosophische Dialoge sind überliefert. Nach der Verurteilung des Sokrates flüchtet Platon zu Euklid nach Megara (30 Kilometer westlich von Athen). Er reist weiter in die griechischen Kolonien von Kyrene (im heutigen Libyen), nach Ägypten und Italien. 387 v. Chr. kehrt er nach Athen zurück und gründet hier eine Schule: die Akademie. Ihr Studienplan umfasst die Gebiete Astronomie, Biologie, Mathematik, politische Theorie und Philosophie. Ihr berühmtester Schüler wird Aristoteles. 367 v. Chr. ergibt sich für Platon die einmalige Möglichkeit, sein in seinem Hauptwerk Der Staat entworfenes Politikideal in die Praxis umzusetzen: Er folgt dem Ruf von Dion, dem Herrscher von Syrakus, nach Sizilien, um ihn in der Kunst des Regierens zu unterweisen. Dieses Experiment misslingt jedoch gründlich. Platon stirbt um 347 v. Chr. in Athen.


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