Zusammenfassung von Über die Freiheit

London 1859
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Über die Freiheit Buchzusammenfassung
Wie weit darf die Freiheit des Einzelnen in der Gesellschaft gehen? Mill sagt: So weit, wie sie niemand anderem schadet.

Rezension

Was ist Freiheit?

Jahrhundertelang haben Philosophen die Frage aufgeworfen, wie frei der Mensch in seinem Handeln wirklich ist. Hat er einen freien Willen oder sind seine Taten von seinen Erbanlagen und seiner Erziehung bestimmt? John Stuart Mill interessiert diese Grundsatzfrage nicht, er geht das Thema Freiheit bewusst pragmatisch an. Was den Menschen vor allem an der freien Entfaltung seiner Möglichkeiten und Neigungen hindert, ist laut Mill die unterdrückende Einwirkung seiner Umwelt. Dieser Einfluss behindert nicht nur den Einzelnen, sondern hat auch weit reichende Folgen für die Gemeinschaft. Denn jede Gesellschaft besteht aus einer Reihe von Individuen, und erst wenn diese sich optimal entfalten können, wird sich auch das Gemeinwesen entsprechend weiterentwickeln. Die individuelle Freiheit ist daher auch im öffentlichen Interesse. Die historische Wirkung von Mills kurzer Abhandlung Über die Freiheit ist beachtlich. Und es wäre verfehlt, anzunehmen, dass die Inhalte des Werks mittlerweile keine Bedeutung mehr hätten. Man braucht nur an den Einfluss des Prinzips der politischen Korrektheit zu denken, um zu sehen, dass Mills Plädoyer für eine freie Diskussion über unterschiedliche Wahrheitsvorstellungen auch heute noch Relevanz hat.

Zusammenfassung

Freiheit und Macht
Neben der Frage der Willensfreiheit ist auch die Frage von Bedeutung, wie viel Freiheit dem Einzelnen als Mitglied der Gesellschaft eingeräumt werden sollte. Die Freiheit des Individuums ist wichtig für die Weiterentwicklung unserer modernen Gesellschaft und steht im...
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Über den Autor

John Stuart Mill wird am 20. Mai 1806 als ältestes von neun Kindern in London geboren. Sein Vater, der Theologe und Ökonom James Mill, sieht in der Bildung seines hochbegabten Sohnes einen „Wettstreit zur Schaffung eines Genies“. Als guter Freund des Philosophen Jeremy Bentham erzieht er ihn konsequent im Geist des Utilitarismus. Bereits mit drei Jahren erhält John Stuart Mill altsprachlichen Unterricht, er liest schon früh die Klassiker der Philosophie und absolviert mit 13 einen kompletten Kurs in Ökonomie. Der berühmte Ökonom David Ricardo, ebenfalls ein Freund des Vaters, lädt den Jugendlichen zu Spaziergängen ein, auf denen über Wirtschaftspolitik diskutiert wird. Mit 14 reist Mill nach Montpellier, wo er Chemie, Zoologie, Mathematik, Logik und Metaphysik studiert. Er wohnt bei Benthams Bruder Samuel; erstmals in seinem Leben hat er hier Gelegenheit, Freundschaften mit Gleichaltrigen zu pflegen. Nach seiner Rückkehr nach England erhält Mill auf Betreiben des Vaters 1823 eine gut bezahlte Stelle bei der Ostindien-Kompanie, die es ihm erlaubt, gleichzeitig seinen literarischen Interessen nachzugehen. Ende der 1820er Jahre leidet Mill an einer schweren Depression. Sie bringt ihn dazu, seine Vorstellung vom Glück und seine Ansichten zum Utilitarismus grundsätzlich zu überdenken. Er verschlingt die zeitgenössische Literatur; Goethe und Auguste Comte, der Begründer der Soziologie, prägen sein Denken. Großen Einfluss auf sein Werk übt auch die Feministin Harriet Taylor aus, die er nach dem Tod ihres Ehemanns 1851 heiratet. Neben seinen Tätigkeiten als Angestellter und als Herausgeber der radikal liberalen Zeitschrift London Review arbeitet Mill unermüdlich an seinen Essays und Schriften. In rascher Folge veröffentlicht er Bücher, darunter die Principles of Political Economy (Grundsätze der politischen Ökonomie, 1848) und das berühmte On Liberty (Über die Freiheit, 1859). Nach der Schließung der Ostindien-Kompanie lässt er sich 1858 in Frankreich nieder, kehrt aber ein paar Jahre später vorübergehend in seine Heimat zurück. Als Mitglied des Unterhauses setzt er sich für das Frauenwahlrecht und gegen die Todesstrafe ein. Er stirbt in Avignon am 8. Mai 1873.


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