Zusammenfassung von Vergeltung

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Vergeltung Buchzusammenfassung
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Rezension

Das Grauen des Luftkriegs

Was Gert Ledig mit Vergeltung 1956 an Ungeheuerlichem vorlegte, konnte ein Großteil des Publikums und der Kritik nicht verkraften. In der Tat ist dieser Kriegsroman ein überaus hartes, grausames Buch. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken über den Zweiten Weltkrieg, die weit ausholen, um einen historischen Kontext herzustellen, und schließlich das Grauen besänftigen, konzentriert sich Ledig auf die Beschreibung einer guten Stunde brutalen Bombenhagels. Er entfesselt ein Pandämonium der Zerstörung: oben die Bomber, unten die Toten sowie die ums Überleben kämpfenden Menschen. Ledig kommentiert nicht, er schildert die Ereignisse nur, und das in einer atem- und schonungslosen Sprache, die dem Rhythmus der Fliegerstaffeln folgt. Menschen und Ereignisse wechseln im Takt der einschlagenden Brandbomben. Einzelschicksale verschmelzen, Opfer und Täter wechseln ihre Rollen, und am Ende sind die meisten Menschen tot. Kein Grund zur Hoffnung, nur unendliches Leid und grenzenlose Verwüstung.

Über den Autor

Gert Ledig wird am 4. November 1921 in Leipzig geboren. Er wächst in bescheidenen Verhältnissen auf. Mit 15 Jahren muss er sich als Hilfsarbeiter in einer Schokoladenfabrik den Lebensunterhalt verdienen, später in einem Elektrobetrieb. Mit 18 Jahren meldet er sich freiwillig zum Dienst in der Wehrmacht und strebt die Offizierslaufbahn an. Er dient im Frankreichfeldzug und wird zum Unteroffizier befördert. Seine anfängliche Begeisterung für die Nazi-Ideologie weicht der Erschütterung: In Russland fällt er immer wieder wegen angeblicher Hetzreden auf und wird in eine Strafkompanie versetzt. Bei der Schlacht um Leningrad 1942 wird er mehrmals schwer verwundet. Zurück in der Heimat wird er zum Schiffsbauingenieur ausgebildet und arbeitet fortan für die Kriegsmarine. Nach Kriegsende schlägt er sich nach München durch und lässt sich durch die zerbombte Stadt treiben. Die Entwicklungen im Nachkriegsdeutschland ärgern ihn so, dass er kurzzeitig der Kommunistischen Partei beitritt und sogar mit dem Gedanken an eine Emigration nach Südamerika spielt. Nach mehreren Gelegenheitsjobs landet er als Dolmetscher im Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in Österreich. 1953 beginnt er mit der Schriftstellerei. In rascher Folge erscheinen die Romane Die Stalinorgel (1955), Vergeltung (1956) und Faustrecht (1957). Zunächst in der literarischen Szene stark beachtet, stoßen Ledigs gnadenlos realistische Romane im Wirtschaftswunderland Deutschland zunehmend auf Kritik. Mehrere Versuche, seinen Roman Die Kanonen von Korcula zu veröffentlichen, scheitern daran, dass sich kein Verlag für das Manuskript interessiert. Ledig lässt die Literatur hinter sich. Er stirbt am 1. Juni 1999 in Landsberg am Lech und kann die Wiederentdeckung und Neuauflage seiner Romane nicht mehr erleben.

 

Zusammenfassung

Bombenalarm Juli 1944, es ist 13:01 Uhr. Ein Bombenhagel fällt auf eine deutsche Stadt. Die Granaten schlagen Krater in einen Friedhof. Die Stadt steht seit drei Tagen in Flammen. Der Alarm kommt nicht mehr nach. Flugzeuge sind zu hören, dann fallen Magnesiumstäbe auf die...

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