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Bewertung

8 Gesamtbewertung

7 Umsetzbarkeit

8 Innovationsgrad

8 Stil


Rezension

Die Managementliteratur propagiert Innovation und ständige Anpassung an geänderte Kundenwünsche. Doch die Menschen halten gern am Gewohnten fest. Unternehmen, die diesem Bedürfnis gerecht werden und ihre Produkte über Jahrzehnte nur wenig verändern, können mit genau dieser Strategie zu Marktführern werden. Sie nutzen den kumulativen Vorteil der Gewohnheit und profitieren vom Bestreben des menschlichen Gehirns, Verhaltensweisen zu automatisieren, statt ständig neu zu entscheiden. getAbstract empfiehlt diesen interessanten und gegen den Trend gerichteten Artikel allen Marketingstrategen.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum Innovationen nicht immer vorteilhaft sind und
  • wie Sie das Festhalten am Gewohnten für sich nutzen können.
 

Über die Autoren

A. G. Lafley, bis vor Kurzem CEO bei Procter & Gamble, sitzt im Vorstand von Snap. Roger L. Martin war Dekan an der Rotman School of Management der Toronto University.

 

Zusammenfassung

Instagram musste für sein verändertes Markenlogo heftige Kritik einstecken. Coca-Colas New-Coke-Vorstoß wurde zum Rohrkrepierer. Warum scheitern Unternehmen immer wieder mit einem Rebranding oder Relaunch, also mit Versuchen, ihre Marke neu zu erfinden? Und warum sind Unternehmen wie Ikea seit Jahrzehnten mit einer weitgehend unveränderten Markenstrategie so erfolgreich, obwohl doch permanente Veränderung propagiert wird, um für die Kunden relevant und attraktiv zu bleiben? Das menschliche Gehirn tickt eben anders, wie die Verhaltenspsychologie zeigt. Es will nicht immer analysieren und überlegen müssen. Es liebt automatisierte Abläufe. Ein bekanntes Objekt können wir beim wiederholten Sehen leichter identifizieren. Darum tendieren wir dazu, ein Produkt, für das wir uns schon einmal entschieden haben, beim nächsten Mal erneut zu kaufen. Je häufiger dies geschieht, desto leichter fällt die Entscheidung und desto größer wird die Hürde, die ein Konkurrenzprodukt nehmen muss. So bildet sich ein kumulativer Vorteil, wie ihn etwa Procter & Gamble mit ihrem Waschmittel Tide (in Deutschland: Ariel) geschaffen haben. Tide ist Marktführer in den USA und vergrößert seinen Vorsprung immer weiter. Um einen kumulativen Vorteil auf- und auszubauen, sollten Sie vier Grundregeln beachten:


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