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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Ist es absurd, zu vermuten, dass das Internet untergehen könnte? Im Chor der Erfolgsmeldungen über E-Commerce, Social Media, Cloud- und Mobile Computing scheint ein Abgesang auf das Internet tatsächlich deplatziert. Doch Thomas Grüter liefert Fakten und Argumente, die zu denken geben. Er entwirft ein verstörend zeitnahes Untergangsszenario für das Internet und macht deutlich, dass damit auch das Informationszeitalter an sein Ende käme. Der Erkenntnisgewinn dieses Buches wird durch die sehr plastische Darstellung gefördert. Zudem wird klar, dass aus historischer Sicht nichts für einen ewigen Fortbestand unserer heutigen Zivilisation spricht: Oft genug hat sich das Blatt erschreckend schnell gewendet. Sicherheit und Fortschrittsglaube sind trügerisch. Doch Grüter betont auch, dass es noch nicht zu spät ist, Antworten zu finden. Selbst wenn das Szenario, das er entwirft, unrealistisch sein sollte, schadet es nicht, diese Möglichkeit einmal durchzudenken. Das findet zumindest getAbstract und empfiehlt das Buch allen, die eine alternative Sicht auf die Entwicklung von Technologie und Gesellschaft gewinnen wollen, insbesondere den Entscheidungsträgern.

Über den Autor

Thomas Grüter ist Arzt, Neurowissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er hat mehrere Sachbücher veröffentlicht und schreibt unter anderem für Focus und Spiegel online.

 

Zusammenfassung

Wenn das Internet ausfällt

In einem historischen Wimpernschlag hat das Internet die Welt erobert. Eine moderne Gesellschaft ohne das Web ist kaum noch vorstellbar. Wie Wasser, Strom und Telefon gehört das Internet zur selbstverständlichen Infrastruktur. Wir nehmen es als robust und zuverlässig wahr, doch das täuscht gewaltig: Das Problem besteht in einer Reihe gegenseitiger Abhängigkeiten. Ein gutes Beispiel dafür ist die Wechselwirkung zwischen Internet und Stromversorgung. Im Jahr 2020 wird die Computer- und Telekommunikationstechnik etwa 10 Prozent des globalen Stromverbrauchs ausmachen. Kommt es bei der Stromversorgung zu Störungen, wird es für das Internet schnell eng. Die Notfallreserven reichen für etwa zwei Tage. Dauert ein großflächiger Stromausfall länger, fällt auch das Internet aus. Da die Steuerungsfähigkeit der Stromnetze vom Internet abhängt, wird es sehr problematisch oder gar unmöglich, sie wieder in Betrieb zu nehmen. Ohne elektrischen Strom gibt es kein Internet und ohne Internet keine funktionierende Stromversorgung.

Die technische Basis und ihre Halbwertzeit

Das Internet basiert auf einer gewaltigen globalen Infrastruktur. Die Lebenszeit...


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    G. vor 5 Jahren
    Zwar schildert der Autor einige interessante Katastrophenszenarien und analysiert die Fehleranfälligkeit und die Zerbrechlichkeit des Internets und des ganzen Ökosystems (Hardwarehersteller, Stromversorgung) darum herum. Wie die Welt im Jahr 2030 aussehen wird, kann aber auch der «Arzt, Neurowissenschaftler und Wissenschaftsautor» Thomas Grüter nicht voraussagen. Untergangsprophezeiungen gibt es schon so manche, da lese ich lieber gleich Thomas Bernhard: «Im Übrigen ist es unwahrscheinlich, dass zum Ende dieses Jahrhunderts diese Welt, wie wir sie heute kennen und verdauen müssen an jedem Tag, noch besteht. Das bezweifle ich entschieden. Alle Anzeichen stehen dafür, dass die Welt sich in kürzester Zeit so verändert, dass sie nicht wiederzuerkennen ist. Sie wird von Grund auf eine veränderte und tatsächlich von Grund auf zerstörte sein. Alles deutet darauf hin.» (Auslöschung, 1986)