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Bewertung

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Was antworten Sie, wenn Ihnen jemand folgende Rechenaufgabe stellt: „Ein Schläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Euro. Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball. Wie viel kostet der Ball?“ Wenn Sie zu jenen gehören, die spontan „10 Cent“ sagen, sind Sie einem typischen Denkfehler erlegen, für den ein Teil unseres Gehirns verantwortlich ist, der früher überlebenswichtig war: Das sogenannte System 1, auch als Intuition bekannt – im Gegensatz zu System 2, der kritischen und bewussten Überlegung. Wer Prognosen stellt, sollte sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen. Weit wichtiger sind Skepsis, Bescheidenheit und Offenheit gegenüber neuen Informationen, damit man nicht der Fehlannahme unterliegt, man wisse bereits alles für die Vorhersage Notwendige. Die Autoren sind bei ihren Forschungen auf den Typus des Superprognostikers gestoßen – Menschen, die verlässlich und immer wieder genauere Vorhersagen stellen als andere. Sie sind selten Mathematikgenies, sondern normale Menschen, die fleißig Daten auswerten, Einschätzungen hinterfragen und mit Gleichgesinnten diskutieren. Ihre Erfahrungen mit den Superprognostikern haben die Autoren in diesem lesenswerten und verständlichen Buch zusammengefasst. getAbstract empfiehlt es allen Entscheidungsträgern, die wissen wollen, worauf es bei Prognosen ankommt.

Über die Autoren

Philip E. Tetlock ist Professor für Psychologie und Politikwissenschaft. Für seine Forschungen zur Verlässlichkeit von Prognosen hat er das Good Judgement Project gestartet. Dan Gardner ist Journalist und seit Kurzem strategischer Berater des kanadischen Premierministers.

 

Zusammenfassung

Eine gesunde Portion Skepsis

Prognosen begegnen uns im Alltag immer wieder und zu allen möglichen Themen. Der Grund ist, dass wir ständig nach Gewissheit hinsichtlich der Zukunft streben, um so effektiver handeln zu können. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig wir uns um die Qualität der Vorhersagen, um ihre Treffgenauigkeit, scheren. Ein Grund dafür liegt sicher darin, dass die Prognosen von heute morgen schon Schnee von gestern sind. Ein anderer Grund sind die oft sehr schwammigen Formulierungen, die im Nachhinein keine präzise Bewertung der Prognosegenauigkeit mehr erlauben. Darüber hinaus gibt es auch noch Wohlfühlprognosen, die lediglich zu Marketingzwecken gestellt werden und uns in Sicherheit wiegen sollen.

Es wäre dennoch falsch, Prognosen als reine Zeitverschwendung abzutun. Für die nähere Zukunft können sie durchaus zuverlässige Informationen liefern. Je weiter allerdings ein prognostiziertes Ereignis in der Zukunft liegt, desto eher sind die prinzipiellen Grenzen einer genauen Vorhersage erreicht. Irgendwann kann man genauso gut Schimpansen Darts werfen lassen: Sich bewahrheitende Prognosen wären bestenfalls Zufallserfolge.

Die altehrwürdige Wissenschaft...


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    Guido Schlegel vor 2 Jahren
    ...schade um die 5 min Lebenszeit...
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    Patrick Maier vor 2 Jahren
    Sehr gutes Thema!
    Leider entsprang die "Fehleinschätzung", dass der Irak Massenvernichtubgswaffen produziere keiner Fehleinschätzung, sondern war eine lancierte Kampagne zur Rechtfertigung eines gewollten Krieges.
    Hierzu sei jedem mal die Dokumentation über Joschka Fischers Regierungszeit empfohlen ;)
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    Andreas Neisser vor 2 Jahren
    Durch verschärftes Nachdenken ;-)
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    Hansjörg Leichsenring vor 2 Jahren
    Wieviel kostet denn nun der Ball???
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      Andreas Neisser vor 2 Jahren
      5 Cent. Der Schläger kostet 1,05 Euro und ist somit 1 Euro teurer.
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      Giannina Pesch vor 2 Jahren
      Und wie kommst du auf das Ergebnis?