Zusammenfassung von Von Mäusen und Menschen

New York 1937
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Von Mäusen und Menschen Buchzusammenfassung
Im krisengeschüttelten Amerika der 1930er-Jahre zerbrechen Träume von einem besseren Leben.

Rezension

Im Land der begrenzten Möglichkeiten

Nichts wird gut in Von Mäusen und Menschen: Die Maus ist von Anfang an tot, und dann sterben wenig später ein alter und ein junger Hund, eine fiese Frau und ein kindlicher Riese. Vor allem aber stirbt für die Überlebenden der Traum von Freundschaft und einem würdevollen Leben. 1937 veröffentlicht, spiegeln sich in der Geschichte die seelischen Verwüstungen, die das gnadenlos angewandte Recht des Stärkeren in Zeiten der Weltwirtschaftskrise hinterlässt. Doch John Steinbeck wäre nicht ein Meister amerikanischer Erzählkunst, wenn er die düstere Geschichte nicht zwischen den Zeilen mit vorsichtigem Optimismus aufgehellt hätte. „Es gibt ein Grundthema in jeder ehrlichen Literatur“, schrieb er 1938. „Versuche, deine Mitmenschen zu verstehen. Wer einander versteht, ist auch freundlich zueinander. Einen Menschen gut zu kennen, führt niemals zu Hass und fast immer zu Liebe.“ Die Hoffnung ist in Steinbecks Werken nie mausetot.

Zusammenfassung

Auf der Flucht
Die Wanderarbeiter George Milton und Lennie Small machen Rast am Salinas River südlich von Soledad. Ihren vorigen Job haben sie überstürzt verlassen müssen. Am nächsten Morgen wollen sie sich auf einer nahe gelegenen Farm neue Arbeit suchen. George ist...
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Über den Autor

John Steinbeck wird am 27. Februar 1902 im kalifornischen Salinas geboren. Er ist deutsch-irischer Abstammung. 1919 schreibt er sich an der Eliteuniversität Stanford in San Francisco für die Fächer Literatur und Journalismus ein, kann mit dem Studentenleben aber nichts anfangen. Wichtiger sind ihm die Gelegenheitsjobs, mit denen er sich sein Studium finanziert. Wie viele seiner späteren Romanfiguren arbeitet er als Farmer, auf Baustellen und in Fabriken. Um als freier Schriftsteller leben zu können, bricht er 1925 sein Studium ab und zieht nach New York, kehrt allerdings bald nach Kalifornien zurück. Seine ersten drei Romane werden von Kritik und Publikum ignoriert. Erst mit dem Schelmenroman Tortilla Flat gelingt ihm 1935 der Durchbruch. Steinbeck ist in der Folge als Journalist tätig und beschreibt das Schicksal der Wanderarbeiter während der Großen Depression. Seine Eindrücke aus dieser Zeit fließen in die beiden Romane Von Mäusen und Menschen (Of Mice and Men, 1937) und Früchte des Zorns (The Grapes of Wrath, 1939) ein. Letzterer wird zu einem gewaltigen Erfolg und macht Steinbeck vorübergehend zum bekanntesten Autor des Landes. Wegen der im Buch geäußerten Kapitalismuskritik wird er aber von konservativer Seite als Kommunist angefeindet. Während des Zweiten Weltkriegs ist er als Kriegsreporter in Italien, in den Jahren danach reist er durch Europa, Nordafrika und Russland. Mit dem Roman Jenseits von Eden (East of Eden, 1952) landet er noch einmal einen großen Erfolg. Steinbeck, mittlerweile zum dritten Mal verheiratet, reist mit seinem Pudel Charley in einem umgebauten Kleinlaster durch die USA und schreibt darüber eine Artikelserie, die er 1962 unter dem Titel Die Reise mit Charley (Travels with Charley) veröffentlicht. Im selben Jahr wird ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Am 20. Dezember 1968 stirbt er in New York an Herzversagen.


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