Zusammenfassung von Wir vergessen, was uns ausmacht

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Wir vergessen, was uns ausmacht Zusammenfassung

Bewertung

8 Gesamtbewertung

9 Wichtigkeit

7 Innovationsgrad

9 Stil

Rezension

Auf Facebook ist immer was los. Pausenlose Möglichkeit zur Interaktion und ständig neue Informationsangebote lassen keine Langeweile aufkommen. Eigenständiges Denken ist nicht notwendig. So geht uns die Fähigkeit verloren, durch die Untiefen echter Gespräche zu navigieren. Gespräche aber sind wichtig, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und Veränderungen anzustoßen. Ohne Gespräche ist unser demokratisches Gemeinwesen gefährdet. Zudem verkümmert durch Social Media die Empathiefähigkeit. Im Licht dieser Gedanken erhält Neil Postmans Klassiker Wir amüsieren uns zu Tode neue Aktualität. Sherry Turkles Artikel ist ein so wichtiger wie eloquenter Warnschuss, findet getAbstract.

Das lernen Sie

  • warum Social Media eine Gefahr für das Denken, für unsere  Empathie und sogar für die Demokratie darstellen.
 

Über die Autorin

Sherry Turkle lehrt Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft am MIT.

 

Zusammenfassung

Unsere Kommunikation verlagert sich gerade weg vom direkten Austausch, dem Gespräch von Angesicht zu Angesicht, hin zu Internet und Social Media. Diese neuen technischen Möglichkeiten machen vieles leichter, geschmeidiger, stressfreier. Unangenehmes verschwindet. Gespräche mit Arbeitskollegen, Familienstreitigkeiten oder die Partnersuche lassen sich per Internet mit größerem Abstand und dadurch unverbindlicher abwickeln. Auf der Strecke bleiben Empathie und Intimität, wie sie sich in echten Gesprächen entwickeln. In einem solchen stellt man sich aufeinander ein und arbeitet sich aneinander ab. Aber es dauert etwa sieben Minuten, bis man sich in den Rhythmus und das Tempo des Gesprächspartners eingefühlt hat. Sieben Minuten, in denen auch Pausen durch Zögern und Innehalten entstehen. Diese Pausen sind vor allem für junge Menschen nur noch schwer zu ertragen, werden als langweilig oder peinlich empfunden – und schon ist das Smartphone zur Hand. Zu stark ist die Versuchung der digitalen Unverbindlichkeit.

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