Zusammenfassung von Was man für Geld nicht kaufen kann

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Was man für Geld nicht kaufen kann Buchzusammenfassung
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Bewertung

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Rezension

„Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.“ Der berühmte, von Marlon Brando in dem Film Der Pate gesprochene Satz bringt auf den Punkt, worum es in Sandels Buch geht: um Geld und Moral. Immer mehr Bereiche des gesellschaftlichen und öffentlichen Lebens werden zu Marktobjekten. Sie werden käuflich. Von der Werbefläche im Fußballstadion bis zur Niere, die nicht mehr gespendet, sondern gekauft wird – alles wird marktkonform gemacht. Aber wo verläuft die Grenze zwischen hinnehmbarer Käuflichkeit und Korruption? Sandel beobachtet, wie Märkte Normen verändern. Dabei redet er nicht wie ein blinder Kathederphilosoph von der Farbe der Ökonomie. Sein Buch zeugt von exzellenter Kenntnis der Marktmechanismen. Der einzige Nachteil für deutschsprachige Leser ist, dass einige Beispiele tief in der angloamerikanischen Lebenskultur verwurzelt sind – sie zünden nur bei jenen Lesern sofort, die sich dort heimisch fühlen. Trotzdem ist das anregende Buch nach Meinung von getAbstract eine lohnenswerte Lektüre für alle, die im Spannungsfeld von Markt, Politik und Gesellschaft durchdachte, sachliche Argumente wertschätzen.

Nach der Lektüre dieser Zusammenfassung wissen Sie:

  • warum immer weitere Bereiche unseres Lebens von Marktmechanismen durchdrungen werden und dadurch käuflich sind und
  • wo man ansetzen kann, um dieser Tendenz Grenzen zu setzen.
 

Über den Autor

Der amerikanische Philosoph Michael J. Sandel studierte und promovierte im englischen Oxford und lehrt seit 1980 politische Philosophie an der Universität Harvard. Er ist ein Vertreter des Kommunitarismus, der die Einbettung des Menschen in die Gemeinschaft und ihre gewachsenen Werte und Traditionen betont. Ein wichtiges Arbeitsfeld Sandels sind bioethische Fragen.

 

Zusammenfassung

Was alles käuflich ist

Die Welt wird käuflich gemacht. Insbesondere die Werbewirtschaft hat ein großes Interesse daran, Flächen im öffentlichen Raum zu nutzen. In den USA kann sie dabei prinzipiell auf großes Entgegenkommen der stets klammen Kommunen rechnen. Sogar die Feuerwehr macht inzwischen auf der Fahrt zu einem lebensrettenden Einsatz auf ihrem Auto Werbung für „feurige“ Hähnchenprodukte. Vom bereits angedachten großflächigen Bekleben von Polizeiautos mit Logos und Slogans nach dem Vorbild von Formel-1-Boliden wurde bislang allerdings abgesehen. Doch es geht nicht nur um Flächen für Werbeplakate oder das Exklusivrecht daran, eine bestimmte Cola an einem Strandabschnitt verkaufen zu können. Sogenanntes Kommunalsponsoring umfasst auch die Benennung von U-Bahn-Stationen, Parks oder anderen öffentlichen Einrichtungen nach Firmen, Sponsoren oder Stiftern. Stark verbreitet sind Sportarenen und Stadien, die nach Finanzdienstleistern benannt werden.

Aber auch andere Dinge sind käuflich: Für 82 Dollar pro Nacht können sich Gefangene in kalifornischen Gefängnissen eine Verbesserung der Haftbedingungen erkaufen, etwa in Form einer abseits gelegenen, ruhigeren Zelle. Für...


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