Zusammenfassung von Die ganze Geschichte

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Die ganze Geschichte Buchzusammenfassung
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Bewertung 

8 Gesamtbewertung

8 Wichtigkeit

7 Innovationsgrad

10 Stil

Rezension

Yanis Varoufakis wurde von Medien und Politikern zum Buhmann der EU abgestempelt, als er die Verträge zur Rettung des bankrotten Griechenlands neu verhandeln wollte. Sein Buch über Verrat, Mauschelei und Betrug auf der einen sowie Patriotismus, Kampfgeist und Gerechtigkeitssinn auf der anderen Seite liest sich spannend wie ein Thriller und ist umso erschreckender, weil es eben nicht Fiktion ist. Mithilfe von Mitschriften, Videoaufnahmen und Erinnerungen rekonstruiert der ehemalige griechische Finanzminister den Prozess der Griechenlandrettung. Dabei entsteht ein ganz anderes Bild als das in den Medien gezeichnete. Nebenbei erklärt der begnadete Wirtschaftswissenschaftler noch volkswirtschaftliche Zusammenhänge so, dass es selbst dem Laien plötzlich wie Schuppen von den Augen fällt: Die Rettungspakete konnten nie und nimmer Griechenland retten. Und, so Varoufakis, sie sollten es auch nicht. Dass der Motorrad fahrende Ex-Minister dabei auch immer eine Portion Selbstverliebtheit durchklingen lässt, sei ihm verziehen. Immerhin hat er Großes versucht, wenn auch nicht erreicht. Dieses eloquente Buch ist eine spannende Lektüre für jeden, dem ein demokratisches Europa am Herzen liegt, findet getAbstract.

Das lernen Sie

  • warum die Rettungspakete für Griechenland ihrem Namen nicht gerecht wurden,
  • wie der griechische Finanzminister Varoufakis sein Land retten wollte und
  • was er hinter den Kulissen der EU und des IWF erlebte.
 

Über den Autor

Yanis Varoufakis war 2015 Finanzminister in Griechenland und bestand darauf, das Rettungspaket neu auszuhandeln. Er lehrte Wirtschaftswissenschaft an der Universität Athen sowie an Universitäten in England, Australien und den USA. Er ist Mitgründer der Demokratiebewegung DiEM25 und hat unter anderem Der globale Minotaurus verfasst.

 

Zusammenfassung

Griechenland ist inoffiziell bankrott

Der Bankrott Griechenlands nahm mit der Aufnahme des Landes in die Eurozone seinen Anfang. Die EU gewährte dem von Korruption  und Missmanagement gebeutelten Land Kredite über Kredite und erzeugte damit ein immenses schuldengetriebenes Wachstum. Kreditgeber waren in erster Linie französische und deutsche Banken. Als diese 2008/2009 wegen ihrer Beteiligung an Geschäften mit toxischen Derivaten vom Zusammenbruch der US-amerikanischen Börse getroffen wurden, konnten sie keine weiteren Kredite mehr vergeben. Damit wurde Griechenland zahlungsunfähig. Verluste aus Geschäften mit anderen südeuropäischen Ländern gesellten sich hinzu und brachten die Banken an den Rand des Ruins. Hätte die Öffentlichkeit davon erfahren, wären die Zinsen für Staatsschulden in die Höhe geschossen, und allein in Frankreich wären Staatsschulden in Höhe von 1,29 Billionen Euro ausgefallen. Die gesamte EU war in Gefahr.

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    Daniel Orth vor 4 Monaten
    Gelesen

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