Zusammenfassung von Candidate Profiling

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Candidate Profiling Buchzusammenfassung
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Bewertung

8

Qualitäten

  • Innovativ
  • Augenöffner
  • Praktische Beispiele

Rezension

Die guten alten Zeiten sind auch im Recruiting endgültig vorbei. Eine Anzeige zu schalten und dann aus dem Berg von Bewerbungen die Rosinen herauszupicken, funktioniert schon lange nicht mehr. Aber auch die vermeintlich modernen Lösungsansätze wie Employer-Branding, Social Media oder Active Sourcing verlieren ihre Wirksamkeit. Weil viele das Gleiche tun, gehen die Alleinstellungsmerkmale verloren; wenn alle Unternehmen auf Work-Life-Balance setzen, wird dieser vermeintliche Pluspunkt zum Standard. Der Bewerber nimmt ihn als Selbstverständlichkeit wahr, die für seine Entscheidung keine Rolle mehr spielt. Das hier vorgestellte Candidate-Profiling erweitert das Bewerberprofil auf den ganzen Menschen. Die Perspektive wechselt von der Arbeits- auf die Lebenswelt. Wie ein Detektiv denkt sich der Candidate-Profiler in die gewünschte Zielgruppe hinein, um alternative Lösungsansätze für den Erstkontakt und eine gewinnende Ansprache zu finden. Die Autoren begründen ihre Methode ausführlich, schildern den konkreten Ablauf allerdings nur recht oberflächlich. Die Hälfte des Buches füllen konkrete Beispiele für die Personalsuche besonders gefragter Fachkräfte. getAbstract empfiehlt dieses Buch Personalern und Headhuntern.

Über die Autoren

Bernhard Schelenz leitet eine Agentur für Arbeitgeberkommunikation. Oliver Gerrits ist Leiter Marketing und Kommunikation in einem deutschen Industrieunternehmen. 

 

Zusammenfassung

Personalsuche heute

Personalverantwortliche kennen das Problem: Es fehlen qualifizierte Arbeitskräfte, der demografische Faktor entfaltet seine Wirkung und die Standardinstrumente des Recruitings funktionieren immer weniger. Große Hoffnung wurde in Social-Media-Recruiting gesetzt: Als willkommener Ersatz für teure Printanzeigen war es modern und zeitgemäß, die Kandidaten in den einschlägigen Netzwerken anzusprechen. Aber inzwischen funktioniert auch das nicht mehr. Die steigende Zahl dieser Kontaktversuche führt dazu, dass sie früher oder später nicht mehr gelesen, sondern einfach ignoriert werden. 

Employer-Branding soll die Attraktivität des Arbeitgebers herausstellen. Oft fehlt dort aber die Substanz hinter der Kommunikation; die Botschaften sind austauschbar und helfen den Kandidaten kaum dabei, zu differenzieren. Preisverleihungen für Arbeitgeberattraktivität sind im lokalen Mittelstand angekommen. Employer-Branding ist kein Allheilmittel, sondern vielmehr ein Konzept mit überschaubarer Wirksamkeit.

Employer Reputation hingegen funktioniert besser: Denn die Reputation, der gute Ruf als Arbeitgeber...


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