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„Brot, Freiheit und Würde“

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„Brot, Freiheit und Würde“

Warum die lockere Geldpolitik der großen Industrieländer die Menschen aus Nordafrika und dem Nahen Osten auf die Straße und nach Europa treibt. Eine neue Sicht auf die Arabellion.

Schweizer Monat,

5 Minuten Lesezeit
5 Take-aways
Text verfügbar

Was ist drin?

Wie Zentralbanken problematische Finanzströme erzeugen und Flüchtlingsströme bewirken.


Bewertung der Redaktion

9

Qualitäten

  • Innovativ

Rezension

Die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken soll eigentlich der Wirtschaft helfen – doch sie setzt falsche Preissignale, sorgt für eine Fehllenkung der Finanzströme und zieht schwere Krisen nach sich. Auch die Konflikte, Rebellionen und Bürgerkriege in Nordafrika und im Nahen Osten, das Aufkommen des Islamischen Staates und die daraus resultierenden Flüchtlingsströme wurden mittelbar durch die Zentralbanken mit ihrer riskanten Geldpolitik befeuert, so die Autoren. Nun kann man im Einzelnen sicher diskutieren, ob es sich bei den Zusammenhängen um Kausalitäten oder Korrelationen handelt. Aber generell ist die Argumentation nicht von der Hand zu weisen und gibt sehr zu denken. getAbstract empfiehlt diesen aufrüttelnden Artikel allen Politikern, Ökonomen und Journalisten.

Zusammenfassung

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken auf der einen und den Flüchtlingsströmen aus Nordafrika und dem Nahen Osten auf der anderen Seite. Leichtfertige Zentralbanken haben sowohl globale Finanz- und Schuldenkrisen als auch die Flüchtlingskrise mitverursacht. Seit den 1980er-Jahren gingen den Krisen stets Niedrigzinsphasen voraus: den Wirtschaftskrisen in Japan und Südostasien etwa, der Dotcom- und der US-Hypothekarmarktkrise. Billiges Geld führt freilich zu spekulativem Wildwuchs und zu Überkapazitäten...

Über die Autoren

Michael von Prollius ist Historiker und Publizist. Gunther Schnabl lehrt Volkswirtschaft an der Universität Leipzig und war Berater bei der Europäischen Zentralbank.


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